Bild folgtKI-generierte IllustrationAsplenium ruta-muraria
Auch bekannt als: Mauer-Streifenfarn, rue des murailles, Mauerstreifenfarn
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer die Mauerraute (Asplenium ruta-muraria) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren kleinen, rautenförmigen und derben Blättern, die an die Weinraute erinnern, besiedelt sie zierlich fast jede Mauerspalte. Dieser heimische Farn ist ein wahrer Überlebenskünstler an extremen Standorten, wo kaum eine andere Pflanze Fuß fasst. Im Naturgarten ist sie wertvoll, da sie spezialisierten Arten wie der Bunten Spaltentrichterspinne (Textrix denticulata) einen wichtigen Lebensraum bietet. Wenn du alte Steinmauern oder Trockenmauern im Garten hast, solltest du dieses Juwel unbedingt bewahren. Es zeigt dir eindrucksvoll, dass auch der kleinste Schlitz im Stein voller Leben stecken kann.
Die Unverwüstliche: Grüner Lebenskünstler für jede kalkhaltige Mauerritze.
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Die Mauerraute ist eine ökologische Spezialistin für vertikale Lebensräume, die für viele andere Pflanzen unbewohnbar sind. In den engen Spalten zwischen ihren Wedeln finden kleine Lebewesen Schutz, die auf Trockenmauern angewiesen sind. Nach aktuellen Daten profitiert insbesondere die Bunte Spaltentrichterspinne (Textrix denticulata) von der feinen Struktur dieses Farns. Da die Pflanze auch im Winter grün bleibt, bietet sie ganzjährig Versteckmöglichkeiten für nützliches Kleinstgetier. Obwohl Farne als Sporenpflanzen keinen Nektar produzieren, sind sie als indigene (einheimische) Arten ein unverzichtbarer Teil der regionalen Biodiversität an mineralischen Standorten.
Die Mauerraute wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb Kinder davon abgehalten werden sollten, Pflanzenteile in den Mund zu nehmen. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Pflanzen im selben Lebensraum der Mauerspalten besteht in der Regel nicht. Die Pflanze ist ein heimischer Farn und sollte wie die meisten Farne eher als Zierpflanze denn als essbar betrachtet werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.08 m
Bevorzugt vollsonnige bis halbschattige Plätze direkt in vertikalen Mauerritzen oder Felsspalten.
Der Untergrund sollte kalkhaltig sein; oft reicht der Mörtel alter Fugen oder Kalkstein als Lebensbasis aus.
Pflanzzeit ist von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden offen ist.
Drücke die kleinen Pflanzen vorsichtig in die Spalten und fixiere sie gegebenenfalls mit etwas Moos oder kleinen Steinchen.
Düngung ist nicht erforderlich, da die Pflanze an extreme Nährstoffarmut angepasst ist.
Da sie wintergrün ist, solltest du die alten Wedel niemals im Herbst abschneiden, da sie als Winterschutz dienen.
Eine Vermehrung erfolgt meist ganz natürlich durch den Windflug der winzigen Sporen.
Gießen ist nur bei extremer, wochenlanger Trockenheit in der Anwachsphase nötig.
Gute Partnerin: Mauer-Zimbelkraut (Linaria cymbalaria) - beide teilen die Vorliebe für vertikale Steinflächen und bilden zusammen ein ökologisch wertvolles Mauerbiotop.
Die Mauerraute gehört zur Familie der Streifenfarngewächse (Aspleniaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Als typischer Felsbewohner besiedelt sie bevorzugt kalkhaltiges Gestein und ist oft an alten Bauwerken zu finden. Man erkennt sie an den ledrigen, wintergrünen Wedeln, die auf der Unterseite lineare Sporenlager (Sori) tragen. Da sie eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) (eine Symbiose mit Bodenpilzen zur Nährstoffaufnahme) eingeht, kann sie selbst in nährstoffarmen Nischen ohne viel Erde hervorragend gedeihen.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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