Bild folgtKI-generierte IllustrationFraxinus ornus
Auch bekannt als: Mannaesche, Manna-Esche, Schmuck-Esche, Schmuckesche
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt die Blumen-Esche durch ihre cremeweißen, intensiv duftenden Blütenrispen auf, die im Frühling wie helle Wolken in der Krone hängen. Im Gegensatz zur heimischen Gemeinen Esche zeigt sie ihren prächtigen Flor erst nach dem Laubaustrieb und bleibt insgesamt deutlich kleiner. Für deinen Naturgarten ist sie ein wertvoller Klimaanpasser, da sie Hitze und Trockenheit hervorragend verträgt. Von ihren Strukturen profitieren spezialisierte Arten wie die Eschengallmilbe (Aceria fraxinivora), während die Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii) den Baum als Jagdhabitat nutzt. Wenn du einen robusten Charakterbaum suchst, der wenig Arbeit macht, ist sie eine ideale Wahl.
Duftendes Blütenwunder und robuster Klimakünstler für trockene Gartentage.
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Während viele Eschenarten vom Wind bestäubt werden, lockt die Blumen-Esche mit ihrem Duft gezielt Käfer und Fliegen an. Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist sie ein wichtiger Lebensraum für die Eschengallmilbe (Aceria fraxinivora), die charakteristische Wucherungen an den Blütenständen verursacht. Auch für Säugetiere ist der Baum von Bedeutung: Die Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii) und die Natterer-Fledermaus (Myotis nattereri) nutzen die Krone und das Umfeld für ihre nächtliche Insektenjagd. Die im Herbst reifenden Flügelsamen dienen verschiedenen Vögeln als ergänzende Nahrungsquelle in der kalten Jahreszeit.
Die Blumen-Esche wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schweren Vergiftungen bekannt sind, können Inhaltsstoffe wie Mannit bei Verzehr größerer Mengen abführend wirken oder Übelkeit verursachen. Da die Pflanze nicht essbar ist, solltest du in Gärten mit kleinen Kindern beim Umgang und Kontakt achtsam sein.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Mai
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
7.94 m
Die Blumen-Esche ist ein genügsamer Gast, sofern der Standort stimmt.
Standort: Wähle einen vollsonnigen, warmen Platz aus.
Boden: Sie bevorzugt kalkhaltige, durchlässige Böden; Staunässe solltest du unbedingt vermeiden.
Pflanzzeit: Setze den Baum im März bis Mai oder von September bis Ende November, solange der Boden frostfrei ist.
Bewässerung: Nur in den ersten zwei Standjahren musst du bei extremer Trockenheit gießen, danach versorgt sie sich selbst.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da sie von Natur aus eine harmonische, rundliche Krone bildet.
Vermehrung: Im Hausgarten geschieht dies meist über die im Herbst reifenden Flügelsamen.
Kombinationsempfehlung: Eine hervorragende Partnerin ist der Blut-Storchschnabel (Geranium sanguineum). Beide Arten schätzen die Wärme und kommen auf trockenen, kalkreichen Böden bestens zurecht, was sie zu einer ökologisch stimmigen Gemeinschaft macht.
Die Blumen-Esche (Fraxinus ornus) gehört zur Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae) und ist ursprünglich im Mittelmeerraum sowie in den südlichen Teilen von Österreich und der Schweiz beheimatet. Sie besiedelt bevorzugt Xerothermstandorte (trockene, warme Standorte) und felsige Hänge. Charakteristisch ist ihre glatte, silbergraue Rinde, die sie auch im Alter beibehält, sowie die gegenständigen, gefiederten Blätter. Als Tiefwurzler mit Arbuskulärer Mykorrhiza (AM - eine Symbiose, bei der Pilze direkt in die Pflanzenzellen eindringen, um den Nährstoffaustausch zu verbessern) ist sie extrem standfest.
3 Videos zu Blumen-Esche



•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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