Bild folgtKI-generierte IllustrationMalva sylvestris subsp. sylvestris
Auch bekannt als: Malva sylvestris subsp. sylvestris
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Arten
interagieren
4
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt die Wilde Malve durch ihre großen, kräftig violett geäderten Blüten und den aufrechten, behaarten Wuchs auf. Im Naturgarten ist sie eine unverzichtbare Bereicherung, da sie spezialisierten Arten wie dem Malven-Dickkopffalter (Carcharodus alceae) als wichtige Lebensgrundlage dient. Ihre Blätter und Blüten bieten Nahrung für eine Vielzahl von Bestäubern, darunter auch der Kleine Wander-Bläuling (Coenonympha dorus). Da sie auf der Roten Liste als ungefährdet geführt wird, kannst du sie bedenkenlos ansiedeln. Wenn du sie in deinen Garten holst, förderst du aktiv die Artenvielfalt direkt vor deiner Haustür.
Farbenprächtiger Dauerblüher und Hauptspeise für den Malven-Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Wilde Malve eine zentrale Futterpflanze für spezialisierte Schmetterlinge. Besonders der Malven-Dickkopffalter (Carcharodus alceae) ist auf sie angewiesen, da seine Raupen an den Blättern fressen. Auch Arten wie der Afrikanische Monarch (Danaus chrysippus) und der Dickkopffalter (Carcharodus tripolinus) besuchen die Blüten regelmäßig. In der Landschaft fungiert sie als wertvoller Trittstein für Insekten, die auf nährstoffreiche Standorte spezialisiert sind. Die Malve geht zudem eine Symbiose mit AM-Mykorrhizapilzen (Arbuskuläre Mykorrhizapilze, die im Wurzelraum leben) ein, was die Nährstoffaufnahme und Bodenstruktur verbessert.
In Bezug auf die Sicherheit im Garten ist zu beachten, dass diese Unterart laut vorliegenden Daten als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn Malven in der Volkskunde oft als harmlos gelten, solltest du in Gärten mit kleinen Kindern Vorsicht walten lassen. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen heimischen Arten besteht bei genauer Betrachtung der charakteristischen Blütenform kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.68 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Malve ihre volle Blütenpracht entfalten kann.
Boden: Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen fetten, nährstoffreichen Boden.
Feuchtigkeit: Die Erde sollte frisch (mäßig feucht) sein; langanhaltende Staunässe ist jedoch zu vermeiden.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen idealerweise von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Da sie viel Energie verbraucht, freut sie sich über eine Gabe Kompost im Frühjahr.
Vermehrung: Die Pflanze versamt sich an geeigneten Stellen oft von selbst, was im Naturgarten zur Verwilderung erwünscht ist.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist die Gewöhnliche Schafgarbe (Achillea millefolium), da beide ähnliche Nährstoffansprüche teilen und durch ihre unterschiedlichen Wuchsformen ein ökologisch stabiles Gefüge bilden.
Die Wilde Malve (Malva sylvestris subsp. sylvestris) gehört zur Familie der Malvengewächse (Malvaceae) in der Ordnung der Malvenartigen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt sie als Indigen (einheimisch) oder Archäophyt (eine bereits vor 1492 eingewanderte Art). Sie besiedelt bevorzugt sonnige Wegränder und nährstoffreiche Unkrautfluren. Charakteristisch sind ihre handförmig gelappten Blätter und die typische Spaltfrucht, die wie ein kleiner Käselaib geformt ist und aus mehreren Teilfrüchten besteht.
4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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