Bild folgtKI-generierte IllustrationMacrothylacia rubi
Kaum zu uebersehen: Der Brombeerspinner (Macrothylacia rubi) faellt durch seine stattliche Groesse und die markanten zwei hellen Querlinien auf den braunen Vorderfluegeln auf. Es entwickelt sich pro Jahr nur eine Generation dieser Falter. Die Weibchen legen ihre Eier in groesseren Gelegen an Pflanzenstielen ab, oft an Brombeeren (Rubus fruticosus) oder Heidekraut (Calluna vulgaris). Da die Art polyphag (vielseitig in der Nahrungswahl) ist, fressen die Raupen im Sommer an verschiedenen heimischen Gewaechsen wie der Himbeere (Rubus idaeus) oder dem Besenginster (Cytisus scoparius). Besonders im Spaetsommer fallen die bis zu acht Zentimeter langen, dicht behaarten Raupen auf. Das Tier ueberwintert als Larve (Raupe) in einer Art Kaeltestarre am Boden, meist versteckt unter Laub oder in Moospolstern. Im Maerz kommen die Raupen wieder zum Vorschein, fressen jedoch kaum noch, sondern suchen einen Platz zur Verpuppung. Du kannst den Brombeerspinner foerdern, indem du in deinem Garten wilde Ecken mit Brombeergebuesch zulaesst und Falllaub unter Straeuchern als Winterquartier liegen laesst.
Die behaarten Raupen des Brombeerspinners sind voellig harmlos und stechen nicht. Dennoch solltest du sie nicht mit bloßen Haenden beruehren, da die feinen Brennhaare bei empfindlicher Haut Reizungen verursachen koennen. Als heimische Art ist er ein wertvoller Bestandteil der Gartenfauna und sollte in seiner Ruhephase im Winterlaub nicht gestoert werden.
Der Brombeerspinner ist ein Schmetterling aus der Familie der Glucken (Lasiocampidae). Er ist in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz heimisch, wobei allein in der Schweiz hunderte Funde seine Verbreitung belegen. Mit einer Koerpermasse von etwa 0,13 Gramm gehoert er zu den schwereren heimischen Faltern. Maennchen sind fuchsrot gefaerbt und fliegen oft am Tag in schnellem Zickzackflug, waehrend die groesseren, graubraunen Weibchen erst in der Daemmerung aktiv werden. Die Art bevorzugt Habitate mit intermediären (gemaessigten) Temperaturverhaeltnissen.
Körpergröße
large
Nahrung
polyphagous
Überwinterung
larva
Temperatur
intermediate
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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