Bild folgtKI-generierte IllustrationLuzula sylvatica
Auch bekannt als: Waldmarbel, Große Hainsimse, luzule des bois
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Wald-Hainsimse (Luzula sylvatica) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Sie bildet dichte, immergrüne Horste mit breiten, grasartigen Blättern, die am Rand auffällig lang behaart sind. Für deinen Naturgarten ist sie besonders wertvoll, da sie Raupen wie jener der Braunen Erdeule (Diarsia brunnea) und der Wald-Zwergeule (Apamea scolopacina) als wichtige Nahrung dient. Im Gegensatz zu vielen anderen Schattenpflanzen bleibt sie auch im Winter grün und bietet Kleintieren Schutz. Wenn du eine robuste Lösung für dunklere Gartenbereiche suchst, liegst du mit dieser einheimischen Art genau richtig.
Immergrüner Schattenkünstler und wichtige Kinderstube für die Braune Erdeule.
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Die ökologische Bedeutung der Wald-Hainsimse liegt vor allem in ihrer Funktion als Futterpflanze für Schmetterlingsraupen. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist sie eine lebensnotwendige Basis für die Braune Erdeule (Diarsia brunnea) und die Wald-Zwergeule (Apamea scolopacina). Da sie ihre Blätter auch im Winter behält, bietet sie zudem während der kalten Monate einen wichtigen Rückzugsort für Gliederfüßer (Insekten und Spinnentiere). Eine Besonderheit ist die Ausstattung mit VAR-Mykorrhiza (einer Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen), welche die Nährstoffaufnahme verbessert und die Vitalität der Pflanze im schattigen Unterholz stärkt.
Die Wald-Hainsimse wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine akuten Vergiftungsfälle wie bei anderen Waldpflanzen bekannt sind, sollten Gartenbesitzer mit kleinen Kindern oder Haustieren beim Verzehr von Pflanzenteilen vorsichtig sein. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der charakteristischen, behaarten Blattränder kaum.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.43 m
Bevorzugt einen Standort im Schatten.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein.
Sie zählt zu den Mittelzehrern (Pflanzen mit mittlerem Nährstoffbedarf) und kommt mit normalem Gartenboden bestens zurecht.
Pflanzzeit ist von März bis Mai oder von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Ein Rückschnitt ist nicht notwendig, da die Pflanze immergrün ist und so auch im Winter Struktur bietet.
Bei Bedarf kannst du die Horste im zeitigen Frühjahr durch Teilung vermehren.
Achte darauf, dass der Boden an heißen Tagen nicht vollständig austrocknet.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist der Wald-Frauenfarn (Athyrium filix-femina) – beide teilen ähnliche Ansprüche an Schatten und Bodenfeuchte und ergänzen sich optisch durch ihre unterschiedlichen Wuchsformen.
Die Wald-Hainsimse (Luzula sylvatica) ist eine in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimische Pflanze, die vor allem in schattigen Wäldern vorkommt. Sie zeichnet sich durch ihren horstbildenden Wuchs aus und gehört zu den Gräsern im weiteren Sinne, auch wenn sie eine eigene Gattung bildet. Ein besonderes Merkmal sind die bewimperten (mit feinen Haaren versehenen) Blattränder, die auch Laien eine sichere Bestimmung ermöglichen. Als indigene (einheimische) Art ist sie perfekt an das hiesige Klima angepasst und gilt als nicht gefährdet.
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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