Bild folgtKI-generierte IllustrationLotus maritimus
Auch bekannt als: Spargelerbse, Spargelklee
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Arten
interagieren
5
Interaktionen
dokumentiert
Kaum zu uebersehen: Die Gelbe Spargelerbse besticht durch ihre leuchtend schwefelgelben Schmetterlingsblüten und die charakteristischen vierkantig geflügelten Hülsenfrüchte. Im Naturgarten ist sie eine wertvolle Bereicherung, da sie als seltene heimische Art spezialisierten Faltern wie dem Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) wichtige Energie liefert. Durch ihre Symbiose mit Knöllchenbakterien verbessert sie zudem die Bodenqualität auf natürliche Weise, ohne den Standort zu überdüngen. Wenn du einen sonnigen Platz mit magerem Boden hast, ist diese Schönheit genau das Richtige für dein grünes Refugium. Mit dieser Wahl förderst du aktiv eine nach der Roten Liste gefährdete Art und holst dir ein Stück echte Naturwiese nach Hause.
Rote-Liste-Schönheit: Leuchtgelbe Blütenpracht für gefährdete Schmetterlinge.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Pflanze eine lebenswichtige Tankstelle für spezialisierte Schmetterlinge. Besonders der seltene Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) sowie die Bläulingsarten Polyommatus fulgens und Polyommatus humedasae fliegen die proteinreichen Blüten gezielt an. Da sie zur Gruppe der Leguminosen gehört, reichert sie den Boden durch Knöllchenbakterien auf natürliche Weise mit Stickstoff an. Die auffälligen Samenstände dienen in den Wintermonaten zudem als Strukturgeber im Beet. Durch ihre Pfahlwurzel und die Verbindung mit Bodenpilzen trägt sie maßgeblich zur Stabilität des Mikrobioms in deinem Garten bei.
Bitte beachte, dass die Gelbe Spargelerbse als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn sie keine extremen Giftstoffe enthält, sollten Pflanzenteile nicht verzehrt werden, um Unverträglichkeiten zu vermeiden. Aufgrund ihrer markanten geflügelten Hülsen ist eine Verwechslung mit giftigen Beerensträuchern jedoch nahezu ausgeschlossen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.2 m
Suche für die Gelbe Spargelerbse einen vollsonnigen Platz aus. Der Boden sollte ein Schwachzehrer-Standort (magerer, nährstoffarmer Boden) sein, da sie auf fetten Böden schnell von Gräsern verdrängt wird. Bei der Feuchtigkeit bevorzugt sie 'frische' Bedingungen, was bedeutet, dass die Erde mäßig feucht sein sollte, ohne jedoch Staunässe zu bilden.
Pflanzzeit: Von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Boden: Kalkhaltig und gut durchlässig.
Pflege: Ein Rückschnitt ist im Spätwinter möglich, wobei das Stehenlassen der Stängel Überwinterungsplätze bietet.
Vermehrung: Über die Samen aus den markanten Hülsenfrüchten.
Mykorrhiza: Sie lebt in einer AM-Symbiose (Arbuskuläre Mykorrhizapilze), einer für das bloße Auge unsichtbaren Lebensgemeinschaft zwischen Pilz und Wurzel, die den Nährstoffaustausch fördert.
Eine ideale Partnerin ist die Aufrechte Trespe (Bromus erectus) – beide teilen den Standortanspruch der Magerwiesen und bilden zusammen ein stabiles, ökologisch wertvolles Bild.
Die Gelbe Spargelerbse gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als typische Bewohnerin von wechselfeuchten Magerwiesen und Halbtrockenrasen bevorzugt sie kalkhaltige Untergründe. Morphologisch fällt sie durch ihre niederliegenden bis aufsteigenden Stängel und die behaarten, dreizähligen Blätter auf. In der freien Natur gilt sie mit dem Status der Roten Liste 3 als gefährdet, was ihre Ansiedlung im Garten zu einem echten Beitrag zum regionalen Artenschutz macht.
3 Videos zu Gelbe Spargelerbse



3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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