Bild folgtKI-generierte IllustrationLepidium campestre
Auch bekannt als: Thlaspi campestre
3
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
An ihren graugrünen, pfeilförmigen Blättern, die den Stängel fest umschließen, lässt sich die Feld-Kresse (Lepidium campestre) sofort erkennen. Diese Pflanze ist ein wertvoller Archäophyt (eine Art, die schon vor langer Zeit zu uns kam), der heute fest in unsere Natur eingebunden ist. Besonders der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) nutzt sie im Frühjahr als wichtige Nektarquelle. Wenn du in deinem Garten einen sonnigen, eher trockenen Platz hast, an dem andere Pflanzen oft aufgeben, machst du mit ihr alles richtig. Schau doch mal genau hin, ob du im Mai schon die ersten Besucher auf den weißen Blüten entdeckst.
Wichtige Tankstelle im Mai für den Kleinen Kohlweißling.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitiert vor allem der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) von der Feld-Kresse, da er die Blüten im Mai intensiv als Nahrungsquelle nutzt. Neben Schmetterlingen bietet die Pflanze auch Lebensraum für Raubtiere wie die Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia), die auf den Blütenständen auf Beute lauert. Im Winter stellen die reifen Samen eine wichtige Nahrungsquelle für heimische Vögel dar. Da die Blütezeit genau in den Monat Mai fällt, schließt sie eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot des Frühlings. Somit fördert sie ein gesundes Gleichgewicht zwischen Bestäubern und natürlichen Nützlingen in deinem Garten.
Die Feld-Kresse wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Es ist daher ratsam, darauf zu achten, dass Kinder keine Pflanzenteile, insbesondere die Samen oder Blätter, in den Mund nehmen. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen heimischen Arten besteht bei Beachtung der typischen Schötchenform in der Regel nicht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.36 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz aus, da die Feld-Kresse viel Licht für ihre Entwicklung benötigt.
Boden: Die Pflanze ist ein Mittelzehrer, was bedeutet, dass sie mit normalem Gartenboden ohne zusätzliche Düngung bestens zurechtkommt.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte trocken sein; Staunässe verträgt sie nicht.
Pflanzzeit: Setze die Kresse entweder im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Sie ist äußerst pflegeleicht und muss in der Regel nicht gegossen werden, sobald sie etabliert ist.
Vermehrung: Da sie meist zweijährig wächst, solltest du die Samenstände im Sommer ausreifen lassen, damit sie sich selbst versamen kann.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist der Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare). Beide teilen die Vorliebe für trockene, sonnige Standorte und ergänzen sich hervorragend in ihrem ökologischen Nutzen für die lokale Insektenwelt.
Die Feld-Kresse gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz weit verbreitet. Sie wächst bevorzugt an sonnigen Standorten auf eher trockenen, normalen Böden und wird botanisch als indigen (einheimisch) oder Archäophyt eingestuft. Ein typisches Merkmal sind die flachen, schuppigen Schötchen (Samenkapseln), die nach der Blüte erscheinen. Als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) ist sie ein unkomplizierter Bewohner für naturnahe Gärten und Ackerrandstreifen.
2 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →