
Legousia speculum-veneris
Auch bekannt als: Campanula speculum-veneris
Unverwechselbar ist der Echte Frauenspiegel (Legousia speculum-veneris) durch seine tiefvioletten, weit geöffneten Sternblüten, die wie kleine Handspiegel in der Sonne glänzen. Da die Art in Deutschland auf der Roten Liste steht (Status 2: stark gefährdet), holst du dir mit ihr eine echte botanische Kostbarkeit in den Garten. Mit dieser Pflanze trägst du aktiv zum Erhalt eines seltenen Ackerwildkrauts bei, das früher unsere Kulturlandschaft prägte. Sie ist ein einjähriger Sommerblüher, der sich bei passenden Bedingungen zuverlässig selbst versorgt. Du machst hier alles richtig, wenn du ihr einen sonnigen Platz im Beet schenkst.
Bedrohte Schönheit: Hol dir das seltene Ackerjuwel der Roten Liste in den Garten.
Obwohl für diese spezifische Art keine detaillierten Bestäubungsdaten in der Datenbank vorliegen, ist ihr ökologischer Wert durch den Status der Roten Liste 2 (stark gefährdet) immens. Als heimischer Archäophyt (alteingesessene Kulturpflanze) bereichert sie die Biodiversität in Siedlungsräumen erheblich. Die Blütezeit im Juni und Juli bietet ein wichtiges Nahrungsangebot in der Hochsommerphase. Indem du den Echten Frauenspiegel in deinem Garten ansiedelst, schaffst du ein Refugium für eine Pflanze, die in der modernen Agrarlandschaft kaum noch Überlebenschancen findet. Die Samenreife im Spätsommer trägt zur langfristigen Stabilisierung der lokalen Population bei.
Der Echte Frauenspiegel wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb du bei kleinen Kindern im Garten achtsam sein solltest. Ein Verzehr der Pflanzenteile ist nicht zu empfehlen. Es besteht jedoch keine unmittelbare Verwechslungsgefahr mit stark giftigen heimischen Wildpflanzen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.18 m
Wähle einen Standort in voller Sonne, damit sich die Blüten des Frauenspiegels weit öffnen können.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, darf aber im Winter keine Staunässe aufweisen.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) kommt er mit normaler Gartenerde ohne zusätzliche Düngung bestens zurecht.
Die ideale Pflanzzeit oder Aussaat liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Da die Art einjährig ist, solltest du die Pflanzen nach der Blüte im Juli stehen lassen, damit die Samen ausreifen können.
Die Vermehrung erfolgt fast ausschließlich über diese Selbstaussaat auf offenen Bodenstellen.
Halte den Boden um die Jungpflanzen herum frei von stark wuchernden Gräsern, damit der zierliche Spiegel nicht verdrängt wird.
Eine Gabe von etwas Kalk kann auf sauren Böden die Vitalität fördern.
Gute Partnerin: Die Kornblume (Centaurea cyanus) – beide Arten sind typische Vertreter der Ackerwildkraut-Gesellschaften und teilen die Vorliebe für sonnige, offene Standorte.
Der Echte Frauenspiegel gehört zur Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen (Asterales). Als Archäophyt (Pflanzenart, die vor 1492 eingeführt wurde) ist er in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen, also heimisch, aber heute durch intensive Landwirtschaft stark bedroht. Er siedelt bevorzugt auf kalkhaltigen Lehmböden in warmen Lagen. Charakteristisch sind die fünfzipfeligen, radförmigen Blütenkronen und die auffällig langen Kelchblätter, welche die Blüte oft deutlich überragen.
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•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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