
Inula britannica
Schon von weitem fällt der Wiesen-Alant durch seine strahlend gelben Korbblüten auf, die wie kleine Sonnen an den verzweigten Stängelenden leuchten. Die Pflanze erreicht meist eine moderate Höhe und besitzt schmale, weich behaarte Blätter, die den Stängel leicht umschließen. Da diese Art auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht, leistest du mit ihrer Ansiedlung in deinem Garten einen echten Beitrag zum Artenschutz in deiner Region. Im Hochsommer bietet sie eine wertvolle Nahrungsquelle für Insekten, wenn viele andere Wiesenblumen bereits verblüht sind. Wenn du einen sonnigen Platz mit frischem Boden hast, ist dieser seltene Heimkehrer eine wunderbare Bereicherung für dein Beet.
Ein seltener Gast für sonnige Gärten: Rette den bedrohten Wiesen-Alant.
Der Wiesen-Alant ist ökologisch besonders wertvoll, da er auf der Vorwarnliste (Rote Liste V) der bedrohten Pflanzenarten steht. Durch seine Blütezeit im Juli stellt er eine wichtige Brücke für Bestäuber dar, wenn das Nahrungsangebot in der Landschaft oft knapp wird. Insekten nutzen die offenen Korbblüten zur Aufnahme von Pollen und Nektar. Da er natürlicherweise in Flussauen und Feuchtwiesen vorkommt, fördert er im Garten eine spezialisierte Fauna, die auf solche Standorte angewiesen ist. Die vertrockneten Samenstände dienen im Winter zudem Vögeln als Futterquelle, sofern sie nicht vorzeitig zurückgeschnitten werden.
Der Wiesen-Alant wird als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele andere Korbblütler enthält er Stoffe, die bei empfindlichen Personen bei Hautkontakt Reizungen auslösen können. Es empfiehlt sich, beim Hantieren mit der Pflanze oder beim Rückschnitt Gartenhandschuhe zu tragen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.39 m
Wähle für den Wiesen-Alant einen vollsonnigen Standort aus.
Der Boden sollte 'frisch' sein, was bedeutet, dass die Erde eine gleichmäßige, mäßige Feuchtigkeit aufweisen muss und nicht völlig austrocknen darf.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) wächst er hervorragend in normalem Gartenboden ohne zusätzliche Düngergaben.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Achte darauf, den Boden vor dem Einsetzen gut aufzulockern, damit die Wurzeln gut anwachsen.
Bei längeren Trockenperioden im Sommer solltest du regelmäßig gießen, um den Standort frisch zu halten.
Eine Vermehrung ist durch Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr möglich.
Lasse die verblühten Stängel über den Winter unbedingt stehen.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica) ist eine ideale Begleiterin, da beide Arten ähnliche Ansprüche an die Bodenfeuchte haben und ökologisch perfekt harmonieren.
Der Wiesen-Alant (Inula britannica) ist ein Angehöriger der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und wird als indigen (einheimisch) oder Archäophyt (eine vor 1492 eingewanderte Art) eingestuft. Sein natürlicher Lebensraum umfasst wechselfeuchte Wiesen, Gräben und Flussufer, wobei er nährstoffreiche Böden bevorzugt. Charakteristisch ist die seidige Behaarung der gesamten Pflanze, die ihr ein silbrig-grünes Aussehen verleiht, sowie die am Grund herzförmigen Blätter.
3 Videos zu Wiesen-Alant



•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1626020864
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