Bild folgtKI-generierte IllustrationHypena rostralis
1
Pflanzen
besucht
1
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtspflanzen
bekannt
An ihrem schnabelartig verlängerten Kopf lässt sich die Hopfen-Schnabeleule (Hypena rostralis) sofort erkennen. Diese markanten Palpen (Taster am Mundwerkzeug) wirken wie ein kleiner Fortsatz, was der mittelgroßen Eule ihren Namen gibt. Die Raupen sind monophag (auf eine einzige Pflanzenart spezialisiert) und fressen ausschließlich an den Blättern des Gewöhnlichen Hopfens (Humulus lupulus). Wenn du die Art in deinem Garten fördern möchtest, solltest du diesen heimischen Kletterkünstler an einem Zaun oder einer Pergola pflanzen. Der Falter ist von März bis Oktober aktiv und bringt in der Regel zwei Generationen hervor. Die Weibchen legen ihre Eier direkt an die Blattunterseiten der Wirtspflanze ab. Im Frühjahr besuchen die aus der Überwinterung kommenden Falter oft blühende Weiden (Salix), während sie im Sommer Nektar an heimischen Wildstauden suchen. Die Überwinterung erfolgt als Falter (im erwachsenen Stadium) in einer Kältestarre (Zustand reduzierten Stoffwechsels) an geschützten, kühlen Orten wie Kellern, Schuppen oder Holzstapeln. Als Gärtner kannst du dich an ihrer faszinierenden Tarnung erfreuen, da sie im Ruhezustand wie ein welkes, braunes Blatt wirkt.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher, der weder sticht noch beißt. Da sie als erwachsener Falter in Gebäuden oder Schuppen überwintert, solltest du Tiere, die du im Winter findest, einfach ungestört an ihrem kühlen Platz ruhen lassen. Es besteht keine Gefahr für Kulturpflanzen außer Hopfen.
Die Hopfen-Schnabeleule gehört zur Familie der Erebidae innerhalb der Ordnung der Schmetterlinge und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Mit einer Körpermasse von etwa 0,017 Gramm ist sie ein eher leichter, mittelgroßer Nachtfalter mit einer Vorliebe für gemäßigte Temperaturnischen. Charakteristisch sind die extrem langen Labialpalpen (Lippentaster), die im Profil wie ein spitzer Schnabel wirken. Die Färbung variiert in unauffälligen Braun- oder Grautönen, was eine perfekte Tarnung auf Rinde oder trockenem Laub ermöglicht. Sie besiedelt bevorzugt Lebensräume, in denen der Gewöhnliche Hopfen (Humulus lupulus) als Nahrungsgrundlage für die Larven vorkommt.
Körpergröße
medium
Nahrung
monophagous
Überwinterung
adult
Temperatur
intermediate
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →