Bild folgtKI-generierte IllustrationHydrocharis morsus-ranae
Auch bekannt als: Gemeiner Froschbiss, Hydrocharis, Froschbiss, petit nénuphar
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist der Europäische Froschbiss (Hydrocharis morsus-ranae) durch seine kleinen, herzförmigen Schwimmblätter, die wie winzige Seerosen auf der Wasseroberfläche treiben. Als heimische Art, die bereits auf der Vorwarnliste der gefährdeten Arten (Rote Liste V) steht, ist sie ein stiller Held für deinen Gartenteich. Die Pflanze dient im biologischen Gefüge unter anderem dem Nutria (Myocastor coypus) als Anlaufstelle. Mit der Ansiedlung dieser bedrohten Schwimmblattpflanze leistest du einen echten Beitrag zum regionalen Artenschutz. Du machst hier alles richtig, wenn du dieser zierlichen Schönheit ein dauerhaftes Zuhause in ruhigem Wasser bietest.
Seltene Mini-Seerose: Schützt dein Teichwasser und bewahrt bedrohte Vielfalt.
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Der Europäische Froschbiss (Hydrocharis morsus-ranae) erfüllt wichtige ökologische Funktionen im Gartenökosystem. Nach aktuellen Beobachtungsdaten wird die Pflanze aktiv vom Nutria (Myocastor coypus) aufgesucht. Da die Art als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) gilt, wirkt sie im Teich wie ein natürlicher Filter, der überschüssige Nährstoffe bindet und so die Wasserqualität stabilisiert. Durch ihre Einstufung in die Rote Liste V (Vorwarnliste) ist die Erhaltung in Privatgärten in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein wertvoller Baustein für den Erhalt der regionalen Biodiversität.
Der Europäische Froschbiss wird als nicht kindersicher eingestuft. Da er in tiefem Wasser gedeiht, besteht an den Standorten der Pflanze ohnehin eine allgemeine Gefahr für Kleinkinder durch Ertrinken. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Pflanzen besteht bei den charakteristischen Schwimmblättern kaum, dennoch sollte die Pflanze nicht verzehrt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.05 m
Damit der Froschbiss bei dir gut gedeiht, solltest du folgende Punkte beachten:
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz an deinem Teich, da die Pflanze viel Licht für die Blütenbildung benötigt.
Boden und Wasser: Die Art ist ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) und benötigt daher nährstoffreiches, fettes Wasser. In zu sauberen, nährstoffarmen Teichen kümmert sie oft.
Pflanzung: Du kannst sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November einsetzen. Da es eine Schwimmpflanze ist, legst du sie einfach auf die Wasseroberfläche.
Vermehrung: Im Sommer bildet die Pflanze Ausläufer, über die sie schnell Teppiche bildet. Im Winter sinken Turionen (spezielle Winterknospen) auf den Grund und treiben im nächsten Frühjahr neu aus.
Pflege: Da sie Nährstoffe direkt aus dem Wasser zieht, hilft sie dabei, das Algenwachstum zu begrenzen.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist die Krebsschere (Stratiotes aloides). Beide teilen sich den Lebensraum im Stillwasser und fördern durch ihre Wuchsform ein gesundes Mikroklima für Wassertiere.
Der Europäische Froschbiss gehört zur Familie der Froschbissgewächse (Hydrocharitaceae) innerhalb der Ordnung der Froschlöffelartigen (Alismatales). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt stehende, nährstoffreiche Gewässer. Morphologisch zeichnet er sich durch seine weißen, dreizähligen Blüten mit gelbem Grund und die lang gestielten, rosettig angeordneten Schwimmblätter aus. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder einheimisch ist) gehört er fest zu unserer hiesigen Flora.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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