Bild folgtKI-generierte IllustrationHyacinthoides massartiana
Auch bekannt als: Hyacinthoides ×massartiana
1
Arten
interagieren
1
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
An den glockenförmigen, meist violettblauen Blüten, die in einer leicht überhängenden Traube am Stängel sitzen, lässt sich das Bastard-Hasenglöckchen (Hyacinthoides massartiana) sofort erkennen. Es handelt sich um einen Neophyten (eine nach 1492 eingewanderte Art), der sich in halbschattigen Gartenbereichen sehr wohlfühlt. Für die heimische Fauna ist die Pflanze von Bedeutung, da sie als Raupenfutter für die Sechslinien-Bodeneule (Xestia sexstrigata) dient. Wenn du im Frühjahr unter deinen Bäumen für einen blauen Blütenteppich sorgen möchtest, ist diese Zwiebelpflanze eine dankbare Wahl. Du solltest ihr lediglich erlauben, sich über die Jahre ein wenig auszubreiten.
Wichtige Kinderstube für die Sechslinien-Bodeneule und blauer Frühlingszauber
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Obwohl das Bastard-Hasenglöckchen als Neophyt gilt, übernimmt es wichtige Funktionen im Garten-Ökosystem. Nach aktuellen Daten ist es eine unverzichtbare Raupenfutterpflanze für die Sechslinien-Bodeneule (Xestia sexstrigata). Dieser Nachtfalter ist für die Entwicklung seiner Nachkommen auf solche Pflanzen angewiesen. Da die Pflanze besonders in Österreich als heimisch eingestuft wird, bereichert sie dort die regionale Biodiversität (Vielfalt der Arten) im Siedlungsraum. Quantitative Daten zur Nektarmenge liegen nicht vor, doch wird die frühe Blütezeit oft von ersten erwachenden Insekten genutzt. Durch ihre Ausbreitungsfreude schafft sie zudem geschützte Bodenbereiche für Kleinstlebewesen.
Das Bastard-Hasenglöckchen ist nicht kindersicher und wird als giftig eingestuft. Besonders die Zwiebeln enthalten Inhaltsstoffe, die bei Verzehr oder Hautkontakt gesundheitliche Probleme verursachen können. Wenn kleine Kinder oder Haustiere im Garten spielen, ist beim Umgang mit der Pflanze Vorsicht geboten. Eine Verwechslungsgefahr mit essbaren Wildpflanzen besteht aufgrund der markanten Blütenform im Frühjahr kaum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Jun
Das Bastard-Hasenglöckchen bevorzugt einen Platz im Halbschatten oder Schatten, idealerweise unter laubabwerfenden Gehölzen.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) und reich an Humus (zersetztem organischen Material) sein.
Eine Pflanzung der Zwiebeln ist von September bis Ende November möglich, solange der Boden nicht gefroren ist.
Auch im Frühjahr zwischen März und Mai können Zwiebeln gesetzt werden.
Setze die Zwiebeln etwa 10 Zentimeter tief in die Erde.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert durch Tochterzwiebeln, die die Pflanze selbstständig bildet.
Nach der Blüte ist es wichtig, das Laub stehen zu lassen, bis es gelb wird, damit die Kraft in die Zwiebel zurückwandern kann.
Da die Pflanze kaum Pflege benötigt, ist sie ideal für naturnahe Gartenbereiche.
Gute Partnerin: Buschwindröschen (Anemone nemorosa).
Beide Arten teilen den Standortanspruch im Halbschatten und das Buschwindröschen ist eine heimische Waldpflanze, die den Frühlingsaspekt ökologisch wertvoll ergänzt.
Das Bastard-Hasenglöckchen (Hyacinthoides massartiana) ist eine Hybride (Kreuzung), die aus dem Spanischen und dem Englischen Hasenglöckchen entstanden ist. Während sie in Deutschland und der Schweiz als Neophyt (gebietsfremde Pflanze) gilt, wird sie in Österreich bereits als heimisch geführt. Sie besiedelt bevorzugt frische Standorte in lichten Laubwäldern oder Gehölzrand-Gesellschaften. Die Pflanze bildet unterirdische Zwiebeln als Überdauerungsorgane und treibt schmale, fleischige Grundblätter aus.
1 Video zu Bastard-Hasenglöckchen

•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →