Bild folgtKI-generierte IllustrationHordelymus europaeus
Auch bekannt als: Wald-Haargerste
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Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Waldgerste (Hordelymus europaeus) an ihren markanten, dichten Ähren, die fast wie kleine Bürsten wirken und oft leicht bogig überhängen. Dieses heimische Waldgras ist ein echter Spezialist für die schattigen Ecken in deinem Garten, an denen viele andere Pflanzen aufgeben. Ökologisch ist sie von großer Bedeutung, da sie als Futterpflanze für das Braunauge (Lasiommata maera) dient, einen Tagfalter, der lichte Waldstrukturen zum Überleben braucht. Wenn du eine naturnahe Nische unter Bäumen ökologisch aufwerten willst, triffst du mit ihr genau die richtige Wahl. Du machst hier alles richtig, wenn du auf heimische Wildgräser statt auf exotische Ziergräser setzt.
Schattenkünstlerin und wertvolle Kinderstube für das bedrohte Braunauge.
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Nach aktuellen Bestäubungs- und Beobachtungsdaten ist die Waldgerste eine wertvolle Raupenfutterpflanze für das Braunauge (Lasiommata maera), einen Schmetterling der Vorwarnliste. Während viele herkömmliche Rasengräser ökologisch eher unbedeutend sind, bietet dieses Waldgras spezialisierten Insekten eine Lebensgrundlage. Die Samen der Waldgerste dienen zudem als natürliche Nahrungsquelle für heimische Vögel, die in den Wintermonaten die Samenstände absuchen. Durch die Pflanzung förderst du somit gezielt die Nahrungskette im Bereich deiner Gehölzstrukturen.
Die Waldgerste gilt als nicht kindersicher, da ihre langen Grannen (borstenartige Fortsätze) sehr rau sind und sich leicht in Haut oder Kleidung verhaken können. Dies kann bei unvorsichtigem Kontakt zu mechanischen Reizungen führen. Die Pflanze selbst ist ungiftig, sollte aber aufgrund der Verletzungsgefahr durch die Grannen nicht direkt an Spielbereichen stehen.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.87 m
Standort: Wähle einen schattigen Platz, idealerweise unter lichten Laubbäumen.
Boden: Die Waldgerste ist ein Mittelzehrer (kommt mit normalem Gartenboden gut zurecht) und bevorzugt basenreiche, eher kalkhaltige Erde.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch sein, was einer mäßigen Feuchtigkeit entspricht; vermeide jedoch Staunässe (stehendes Wasser).
Pflanzzeit: Setze die Gräser entweder von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und Ende November, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist erst im späten Winter nötig, damit die Halme im Winter Schutz bieten.
Vermehrung: Die Pflanze lässt sich im Frühjahr durch Teilung des Horstes oder durch Aussaat vermehren.
Kombinationsempfehlung: Waldmeister (Galium odoratum) – beide teilen den natürlichen Lebensraum des Buchenwaldes und ergänzen sich optisch durch den flächigen Wuchs des Waldmeisters unter den hohen Grashalmen.
Die Waldgerste (Hordelymus europaeus) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist die einzige Vertreterin ihrer Gattung in Mitteleuropa. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet, wobei sie ihren Schwerpunkt in kalkreichen Laubwäldern hat. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre dreiblütigen Ährchen aus, die paarweise oder zu dritt an der Ährenspindel sitzen und auffällig lange, raue Grannen (borstenartige Fortsätze an den Spelzen) tragen. Als ausdauernde, horstbildende Pflanze bleibt sie über Jahre an ihrem Standort treu.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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