Bild folgtKI-generierte IllustrationHieracium glaucinum
Auch bekannt als: Hieracium glaucinum
8
Arten
interagieren
9
Interaktionen
dokumentiert
Wer das Frühblühende Habichtskraut (Hieracium glaucinum) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Die markanten, bläulich-grünen und oft dunkel gefleckten Blattrosetten zusammen mit den leuchtend gelben Korbblüten sind unverwechselbar. Für deinen Garten ist diese Pflanze ein Gewinn, da sie als eine der ersten ihrer Gattung bereits ab Mai wichtige Nahrung liefert. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) steuern die Blüten gezielt an. Wenn du einen trockenen Platz im Halbschatten hast, den du ökologisch aufwerten möchtest, ist dieses Kraut die ideale Wahl. So machst du in deinem Naturgarten alles richtig für die heimische Insektenwelt.
Früher gelber Lichtblick: Die wichtigste Mai-Tankstelle für Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Frühblühende Habichtskraut eine lebensnotwendige Tankstelle für spezialisierte Schmetterlinge. Besonders die Gruppe der Scheckenfalter profitiert massiv, darunter Arten wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der Grisons-Scheckenfalter (Melitaea varia) und der Große Scheckenfalter (Melitaea aetherie). Auch seltener vorkommende Arten wie der Algerische Scheckenfalter (Melitaea aetherie) nutzen die Blüten zur Energiegewinnung. Da die Pflanze bereits im Mai blüht, schließt sie eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot des Frühjahrs. Im Winter bieten die verblühten Stängel zudem wertvollen Rückzugsraum für Insektenlarven.
Das Frühblühende Habichtskraut wird als nicht kindersicher eingestuft. Der enthaltene Milchsaft kann bei empfindlicher Haut Reizungen verursachen, weshalb beim Rückschnitt Handschuhe getragen werden sollten. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Doppelgängern besteht bei genauer Betrachtung der gefleckten Blätter jedoch nicht.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.39 m
Wähle für das Frühblühende Habichtskraut einen Standort im Halbschatten, etwa am Rand von Gehölzen.
Der Boden sollte trocken und nährstoffarm sein, da die Pflanze als Schwachzehrer (kommt mit sehr wenig Dünger aus) gilt.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Achte auf eine gute Bodendurchlässigkeit, um Staunässe zu vermeiden.
Da die Pflanze an karge Verhältnisse angepasst ist, musst du sie nach dem Anwachsen kaum gießen.
Eine Vermehrung erfolgt am einfachsten durch Selbstaussaat oder durch die Teilung der Rosetten im Herbst.
Die Pflanze ist nicht kindersicher, weshalb sie nicht direkt neben Spielbereichen stehen sollte.
Gute Partnerin: Die Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia) – beide teilen die Vorliebe für trockene Standorte und ergänzen sich hervorragend in ihren Blütezeiten.
Auch der Echte Dost (Origanum vulgare) eignet sich als Nachbar, da er ähnliche Bodenbedingungen bevorzugt.
Das Frühblühende Habichtskraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland und Österreich als indigen (einheimisch) eingestuft. Es besiedelt bevorzugt lichte Wälder und trockene Gebüsche, was es zu einem typischen Bewohner von Säumen (Übergangsbereiche zwischen Wald und Offenland) macht. Eine Besonderheit ist die Verbindung mit Pilzen im Boden, die sogenannte AM-Mykorrhiza (arbuskuläre Mykorrhiza), die der Pflanze hilft, in mageren Böden an Nährstoffe zu gelangen. Es wächst meist als Halbrosettenpflanze mit einem wenig beblätterten Stängel.
8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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