Bild folgtKI-generierte IllustrationPopulus canescens
Auch bekannt als: Populus × canescens
7
Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt die Grau-Pappel durch ihre silbergraue, glatte Rinde und die unregelmäßige, stattliche Krone auf. Als natürliche Kreuzung aus Zitter-Pappel und Silber-Pappel ist sie ein wahrer Überlebenskünstler, der Wind und Wetter trotzt. Für deinen Naturgarten ist sie besonders wertvoll, da sie spezialisierten Edelfaltern wie dem Großen Schillerfalter (Apatura iris) oder dem Trauermantel (Nymphalis antiopa) einen Lebensraum bietet. Wenn du über ausreichend Platz verfügst, holst du dir mit ihr ein Stück lebendige Flussauen-Dynamik direkt ans Haus. Du solltest jedoch bedenken, dass dieser Baum sehr groß wird und seine volle Pracht erst mit den Jahrzehnten entfaltet.
Ein silberner Riese: Lebensraum für den Großen Schillerfalter und Trauermantel.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Grau-Pappel eine lebenswichtige Ressource für eine Vielzahl von Schmetterlingen. Besonders die prächtigen Schillerfalter, darunter der Große Schillerfalter (Apatura iris) und der Östliche Schillerfalter (Apatura metis), nutzen den Baum. Auch der C-Falter (Polygonia c-album) sowie der Große Fuchs (Nymphalis polychloros) sind auf sie angewiesen. Für den seltenen Trauermantel (Nymphalis antiopa) und den Gelbbeinigen Fuchs (Nymphalis xanthomelas) bietet sie ebenso Nahrung und Schutz. Sogar der Arktische Perlmuttfalter (Boloria chariclea) wird in den Daten als Nutzniesser aufgeführt. Die im April blühenden Kätzchen sind zudem eine wichtige frühe Orientierungshilfe im Insektenjahr.
Die Grau-Pappel wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft, was oft an der Bruchgefahr alter Äste oder allergischen Reaktionen auf Pollen liegt. Achte bei Kindern darauf, dass sie keine Pflanzenteile in den Mund stecken. Im Falle von Vergiftungserscheinungen oder Unfällen kontaktiere umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Apr
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
30.86 m
Die beste Pflanzzeit ist im März oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden offen ist. * Wähle einen Standort mit viel Sonnenlicht, da die Pappel sehr lichtbedürftig ist. * Der Boden sollte nährstoffreich und frisch bis feucht sein; sie kommt mit normalen Gartenböden gut zurecht, mag aber keine extreme Trockenheit. * Beachte den enormen Platzbedarf, da die Wurzeln sehr weit streichen und Gehwege oder Leitungen anheben können. * Eine Düngung ist in der Regel nicht erforderlich, da der Baum sehr genügsam ist. * In den ersten zwei Jahren solltest du bei längeren Trockenphasen im Sommer regelmäßig wässern. * Ein Rückschnitt ist bei ausreichendem Platz nicht nötig und würde den natürlichen Wuchs stören. * Vermehren lässt sie sich am besten durch Steckhölzer im zeitigen Frühjahr. * Gute Partnerin: Die Sal-Weide (Salix caprea) – beide teilen die Vorliebe für lichte Standorte und ergänzen sich hervorragend als frühe Insektenweiden.
Die Grau-Pappel (Populus canescens) ist ein Mitglied der Familie der Weidengewächse (Salicaceae) und in Deutschland sowie Österreich indigen (einheimisch). Sie wird oft als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 durch menschlichen Einfluss eingeführt wurde) eingestuft und besiedelt bevorzugt lichte Auenwälder. Ein markantes Merkmal sind die Blätter, die auf der Unterseite graufilzig behaart sind und im Wind silbrig schimmern. Im Boden geht sie eine Symbiose mit Pilzen ein, die man Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) nennt, was ihre Nährstoffaufnahme verbessert.
7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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