Bild folgtKI-generierte IllustrationGalium palustre
Auch bekannt als: Echtes Sumpf-Labkraut, Sumpf-Labkraut, Sumpflabkraut
Artengruppe
10
Arten
interagieren
10
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
An seinen zierlichen, vierzähligen weißen Blüten und den schmalen Blättern, die in Quirlen (kranzartige Blattanordnung um den Stängel) stehen, lässt sich das Sumpf-Labkraut (Galium palustre) sofort erkennen. Diese heimische Wildpflanze ist ein unverzichtbarer Baustein für feuchte Gartenbereiche und Teichränder. Besonders wertvoll ist sie als einzige Futterquelle für die Raupen des Sumpflabkraut-Blattspanners (Orthonama vittata). Da die Art in der Natur durch Entwässerung seltener wird, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Wenn du eine nasse Ecke im Garten hast, die du ökologisch aufwerten möchtest, liegst du mit dieser Wahl genau richtig.
Unverzichtbare Kinderstube für den seltenen Sumpflabkraut-Blattspanner.
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In der ökologischen Vernetzung spielt das Sumpf-Labkraut eine Schlüsselrolle für spezialisierte Schmetterlinge. Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist es die exklusive Raupenfutterpflanze für den Sumpflabkraut-Blattspanner (Orthonama vittata), einen Nachtfalter, der auf feuchte Lebensräume angewiesen ist. Die kleinen, weißen Blüten bieten von Juni bis Juli einen leicht zugänglichen Nektarvorrat für Schwebfliegen und kleine Wildbienen, die mit ihren kurzen Rüsseln die flachen Blütenbecher bevorzugen. Da die Samen im Winter an den trockenen Stängeln verbleiben, bieten sie zudem eine kleine, aber feine Nahrungsquelle für Samenfresser unter den Singvögeln.
In Bezug auf die Gartennutzung wird das Sumpf-Labkraut als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schweren Vergiftungen bekannt sind, sollten die Pflanzenteile nicht verzehrt werden. Es besteht eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Wiesen-Labkraut (Galium mollugo), welches jedoch deutlich trockenere Standorte bevorzugt und nicht die typische Vorliebe für Staunässe zeigt.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.36 m
Das Sumpf-Labkraut benötigt einen dauerhaft feuchten bis nassen Standort, um sich wohlzufühlen.
Standort: Ideal ist ein sonniger bis halbschattiger Platz am Teichrand oder in einer Sumpfzone.
Boden: Er sollte lehmig-humos und nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich sein.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen am besten von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; lass die abgestorbenen Triebe über den Winter stehen, da sie als Überwinterungsquartier für Insekten dienen.
Vermehrung: Die Pflanze breitet sich an geeigneten Standorten von selbst über Ausläufer und Samen aus.
Kombination: Gute Partnerin ist der Echte Baldrian (Valeriana officinalis) – beide teilen die Vorliebe für nasse Füße und ergänzen sich wunderbar in ihrer Wuchsform.
Das Sumpf-Labkraut gehört zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) und zur Ordnung der Enzianartigen (Gentianales). Es ist eine indigene (einheimische) Art, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet ist und vor allem nasse Standorte wie Gräben, Ufer und Feuchtwiesen besiedelt. Charakteristisch sind die vierkantigen, oft schlaffen Stängel, die sich an benachbarten Pflanzen emporhangeln können. Die Blätter sind meist zu viert in Quirlen (ringförmige Anordnung am Stängel) gruppiert und besitzen eine stumpfe Spitze ohne Granne (kurze Borste).
3 Videos zu Sumpf-Labkraut (Artengruppe)



2 Arten interagieren mit dieser Pflanze
7 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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