Bild folgtKI-generierte IllustrationGalium glaucum
Auch bekannt als: gaillet glauque
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Arten
interagieren
4
Interaktionen
dokumentiert
Wer das Blaugrüne Labkraut (Galium glaucum) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinen schmalen, bläulich-grün bereiften Blättern, die in quirligen Kränzen um den Stängel stehen, ist es eine echte Charakterpflanze. In der freien Natur wird es immer seltener, weshalb es bereits auf der Vorwarnliste (Rote Liste: V) gefährdeter Arten steht. Da es perfekt an trockene, sonnige Standorte angepasst ist, hilft es dir, im Garten Wasser zu sparen und gleichzeitig ein Stück heimische Artenvielfalt zu bewahren. Wenn du im Frühsommer die filigranen, weißen Blütenwolken siehst, weißt du, dass du alles richtig gemacht hast. Hol dir diesen genügsamen Spezialisten in dein Beet, um auch kargen Ecken neues Leben einzuhauchen.
Bläuliche Eleganz für Sonnenanbeter – schütze seltene Arten in deinem Garten.
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Als heimische Wildpflanze ist das Blaugrüne Labkraut ein wichtiger Baustein für das ökologische Gleichgewicht an trockenen Standorten. Da es auf der Vorwarnliste (Rote Liste: V) steht, bietet dein Garten einen wertvollen Rückzugsort für eine Art, die in der freien Landschaft durch intensive Landwirtschaft und Düngung verdrängt wird. Von Mai bis Juli produziert die Pflanze zahlreiche kleine Blüten, die in einer Zeit blühen, in der viele andere Wiesenpflanzen bereits verblüht sind. Es dient als wertvolle Futterquelle für spezialisierte Insekten der Magerrasen. Durch die Förderung solcher indigenen Arten unterstützt du aktiv den Erhalt der regionalen Biodiversität in Mitteleuropa.
Achtung, das Blaugrüne Labkraut ist laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schweren Vergiftungen bekannt sind, solltest du darauf achten, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. Die Pflanze ist für den reinen Zierwert im Naturgarten gedacht und nicht für die Küche oder Hausapotheke geeignet.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.44 m
Das Blaugrüne Labkraut ist ein idealer Bewohner für sonnige, trockene Standorte in deinem Garten.
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Pflanze viel Licht benötigt.
Boden: Der Boden sollte mager sein, also ein Schwachzehrer-Standort mit wenig Nährstoffen.
Feuchtigkeit: Staunässe ist unbedingt zu vermeiden; das Labkraut liebt trockene Füße.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen am besten von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Dünger ist nicht notwendig und würde der Pflanze eher schaden.
Vermehrung: Die Pflanze versamt sich an passenden Standorten moderat von selbst.
Winter: Ein Rückschnitt sollte erst im Frühjahr erfolgen, um die Struktur im Winter zu erhalten.
Kombination: Eine gute Partnerin ist die Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide teilen ähnliche Ansprüche an die Bodenfeuchte und ergänzen sich optisch hervorragend in einem naturnahen Steppengarten.
Das Blaugrüne Labkraut gehört zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als Indigen (einheimische Art) besiedelt es bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und lichte Gebüsche. Auffällig ist der aufrechte Wuchs und die charakteristische Wachsschicht auf den Blättern, die der Pflanze ihren bläulichen Schimmer verleiht und sie vor Verdunstung schützt. Es erreicht meist Wuchshöhen von 20 bis 60 Zentimetern.
1 Video zu Blaugrünes Labkraut

1 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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