Bild folgtKI-generierte IllustrationGalinsoga quadriradiata
Auch bekannt als: Galinsoga ciliata
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Auffällig sind die winzigen weißen Blütenblätter, die meist in einer Fünfergruppe um eine gelbe Mitte angeordnet sind und dem Zottigen Franzosenkraut sein charakteristisches Aussehen verleihen. Du erkennst die Pflanze zudem an der starken, abstehenden Behaarung an Stängeln und Blättern, die sie von verwandten Arten unterscheidet. In deinem Naturgarten spielt dieser Neophyt (gebietsfremde Pflanze) eine nützliche Rolle als späte Nahrungsquelle, von der beispielsweise der Rapsweißling (Pieris rapae) profitiert. Da sie oft lückige Stellen in Beeten besiedelt, fungiert sie als natürlicher Lückenfüller und Bodenschutz. Schau doch mal in deinen Gemüsebeeten nach, ob du diesen kleinen Einwanderer dort bereits zwischen dem Salat entdeckst.
Blühende Unterstützung für den Rapsweißling bis tief in den Herbst hinein.
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Trotz ihres Status als Neophyt (eingewanderte Art) hat sich die Pflanze als wertvoller Bestandteil der lokalen Ökologie etabliert. Nach aktuellen Bestäubungsdaten dient sie als wichtige Futterpflanze für Tagfalter. Konkret profitiert der Rapsweißling (Pieris rapae) von dem kontinuierlichen Nektarangebot der kleinen Korbblüten. Da die Art bis zum ersten Frost blüht, schließt sie eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot, wenn viele heimische Wildpflanzen bereits verblüht sind. Somit unterstützt sie die Vitalität von Insektenpopulationen in der spätsommerlichen Gartenlandschaft.
Die Datenbank stuft das Zottige Franzosenkraut als nicht kindersicher ein, weshalb in Gärten mit kleinen Kindern Vorsicht geboten ist. Eine Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit dem Kleinblütigen Franzosenkraut (Galinsoga parviflora), das jedoch wesentlich weniger behaart ist. Weitere gefährliche Verwechslungen mit giftigen Arten sind bei genauer Betrachtung der typischen Blütenform unwahrscheinlich.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Okt
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.5 m
Das Zottige Franzosenkraut bevorzugt nährstoffreiche, lockere Böden in sonniger bis halbschattiger Lage.
Die Pflanze kommt mit typischer, gut versorgter Gartenerde hervorragend zurecht.
Pflanzzeit: Möchtest du sie gezielt ansiedeln, ist dies von März bis Mai oder im September bis November möglich, sofern der Boden offen ist.
Als einjährige Pflanze vermehrt sie sich ausschließlich über Samen, die oft zahlreich im Boden schlummern.
Eine besondere Pflege ist nicht nötig, da sie sehr robust ist und meist von selbst an passenden Stellen erscheint.
Du kannst sie einfach dort wachsen lassen, wo sie keine anderen Kulturen verdrängt.
Die Pflanze regeneriert sich schnell, selbst wenn der Boden gelegentlich bearbeitet wird.
Gute Partnerin: Der Gemeine Rainfarn (Tanacetum vulgare) – beide teilen ähnliche Standortansprüche auf stickstoffreichen Böden und ergänzen sich in ihrer ökologischen Funktion für die heimische Insektenwelt.
Das Zottige Franzosenkraut (Galinsoga quadriradiata) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) in der Ordnung der Asternartigen. Ursprünglich in Südamerika beheimatet, ist die Art heute in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und eingebürgert. Sie besiedelt bevorzugt Ruderalstellen (vom Menschen geprägte Standorte wie Schutt oder Wegränder) sowie nährstoffreiche Garten- und Ackerböden. Morphologisch zeichnet sie sich durch gegenständige, eiförmige Blätter und eine markante Behaarung aus. Die Pflanze geht eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM, eine Form der Pilzsymbiose) ein, was ihre Nährstoffaufnahme im Boden unterstützt.
1 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →