
Galanthus nivalis
Auch bekannt als: Kleines Schneeglöckchen, Schneeglöckchen
2
Arten
interagieren
2
Interaktionen
dokumentiert
Wer das Gewöhnliche Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinen drei reinweißen, hängenden äußeren Blütenblättern, die einen kleinen grünen Fleck auf den inneren Blättern verbergen, ist es der Inbegriff des Vorfrühlings. Als eine der ersten Pflanzen im Jahr ist es für die hiesige Artenvielfalt unverzichtbar, da es bereits ab Januar wertvolle Nahrung bietet. Da die Art auf der Vorwarnliste (V) steht, leistest du mit der Ansiedlung in deinem Garten einen echten Beitrag zum Artenschutz. Du kannst dich darauf verlassen, dass diese robusten Zwiebelpflanzen fast von alleine verwildern, wenn sie sich erst einmal wohlfühlen. Hol dir diesen frühen Farbtupfer in den Garten und unterstütze die Natur beim Erwachen.
Frühschicht für den Naturgarten: Die erste wichtige Energiequelle ab Januar.
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Aufgrund der frühen Blütezeit von Januar bis März ist das Schneeglöckchen eine der wichtigsten ersten Nahrungsquellen für frühfliegende Bestäuber. Da zu dieser Zeit kaum andere Pflanzen blühen, bietet es einen lebensnotwendigen Startvorrat an Energie. Die Pflanze ist in unseren Regionen heimisch und gilt laut Roter Liste als gefährdete Art der Vorwarnliste (V). Durch die Förderung im Garten unterstützt du den Erhalt dieser wild vorkommenden Zwiebelpflanze. Da keine spezifischen Beziehungsdaten zu Raupen vorliegen, liegt der ökologische Schwerpunkt klar auf der Funktion als Frühblüher für die Insektenwelt.
Bitte beachte, dass das Schneeglöckchen nicht kindersicher ist. Alle Pflanzenteile, insbesondere die Zwiebeln, enthalten Alkaloide (natürliche, giftige Pflanzenstoffe) und sind bei Verzehr giftig. Im Garten ist daher Vorsicht geboten, wenn kleine Kinder oder Haustiere dort spielen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jan – Mär
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.14 m
Das Schneeglöckchen liebt einen Platz im Halbschatten, zum Beispiel unter sommergrünen Sträuchern. Der Boden sollte frisch bis feucht sein und einen guten Humusanteil (organische Substanz aus zersetztem Laub) aufweisen.
Pflanzzeit: Setze die Zwiebeln von September bis Ende November etwa 5 bis 8 Zentimeter tief in die Erde.
Achte auf einen humosen Boden, der im Frühjahr nicht austrocknet.
Vermehrung: Nach der Blüte kannst du größere Horste teilen und direkt wieder einpflanzen.
Pflege: Lass das Laub nach der Blüte unbedingt gelb werden und von selbst einziehen, damit die Zwiebel Nährstoffe für das nächste Jahr speichern kann.
Da die Pflanze eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose mit Pilzen im Boden zur besseren Nährstoffaufnahme) eingeht, solltest du auf chemische Dünger verzichten.
Kombinationsempfehlung: Ein wunderbarer Partner ist der Märzenbecher (Leucojum vernum) – beide bevorzugen die feuchten, kühlen Bedingungen des zeitigen Frühjahrs und ergänzen sich optisch perfekt.
Das Gewöhnliche Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) gehört zur Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Es ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und wird als Indigen (einheimisch) oder Archäophyt (eine Art, die vor 1492 eingeführt wurde) eingestuft. In der Natur besiedelt es bevorzugt feuchte Laubmischwälder und Auen. Markant sind die zwei grundständigen, schmalen Blätter und der einzelne Blütenstiel mit der charakteristischen nickenden Blüte.
3 Videos zu Gewöhnliches Schneeglöckchen



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•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_298873688
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