Bild folgtKI-generierte IllustrationFalco naumanni J.G.Fleischer, 1818
Dieser kleine Greifvogel (Vogel, der andere Tiere erbeutet) ist an seinem rötlich-braunen Rücken und den auffällig hellen Krallen erkennbar. Im Flug wirkt er zierlich und wendig, wobei er häufig in der Luft rüttelt (Flug auf der Stelle zur Beutesuche). Er ist ein spezialisierter Insektenfresser, der vor allem große Käfer und Heuschrecken erbeutet. Als Nischenbrüter (Vogel, der in Hohlräumen nistet) bevorzugt er Plätze an alten Gebäuden, Mauern oder in Felsspalten. Du wirst ihn im Winter nicht bei uns antreffen, da er als Langstreckenzieher (Vogel, der weite Distanzen überwindet) die kalte Jahreszeit in Afrika verbringt. Falls Du diesen seltenen Gast fördern möchtest, hilft vor allem der Verzicht auf Insektizide (chemische Mittel zur Insektenbekämpfung), um seine Nahrungsgrundlage zu sichern. Auch das Belassen von Mauernischen oder das Anbringen spezieller Nistkästen an hohen Gebäuden unterstützt ihn. Er ist ein geselliger Vogel, der gerne in kleinen Kolonien brütet. Sein Ruf ist ein kurzes, heiseres „tsche-tsche-tsche“, das weniger schrill klingt als das des verwandten Turmfalken. In einem naturnahen Garten profitierst Du von seiner Jagd auf Insekten.
Da der Rötelfalke streng geschützt ist, dürfen seine Nistplätze während der Brutzeit nicht gestört oder verbaut werden. In Mitteleuropa ist er extrem selten, weshalb jede Beobachtung wertvoll für den Artenschutz ist. Eine Verwechslung mit dem häufigeren Turmfalken ist aufgrund der ähnlichen Färbung leicht möglich.
Der Rötelfalke (Falco naumanni) gehört zur Familie der Falkenartigen (Falconidae) innerhalb der Ordnung der Greifvögel. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über den Mittelmeerraum bis nach Zentralasien, wobei er in Deutschland, Österreich und der Schweiz als seltener Heimkehrer gilt. Von seinem nahen Verwandten, dem Turmfalken, unterscheidet er sich durch die ungefleckte Oberseite des Männchens und die charakteristischen weißen Krallen. Er bevorzugt offenes, trockenes Gelände mit einem reichen Angebot an großen Wirbellosen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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