Bild folgtKI-generierte IllustrationEuphorbia kerneri
Auch bekannt als: Euphorbia kerneri
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Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Kerners Wolfsmilch (Euphorbia kerneri) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Die leuchtend gelb-grünen Hochblätter (Blätter direkt unter der Blüte) bilden einen faszinierenden Kontrast zum bläulich-grünen Laub. Diese seltene Schönheit ist ein wahrer Schatz für den Naturgarten, da sie die zentrale Futterquelle für die Raupen des Wolfsmilchschwärmers (Hyles euphorbiae) darstellt. Mit ihrer Vorliebe für trockene Standorte ist sie bestens für die kommenden heißen Sommer gewappnet. Wenn du dieser Pflanze ein sonniges Plätzchen schenkst, leistest du einen wertvollen Beitrag zum Erhalt einer spezialisierten heimischen Insektenwelt. Du machst hier alles richtig, wenn du auf alpine Charakterpflanzen setzt.
Überlebenswichtige Kinderstube für den seltenen Wolfsmilchschwärmer.
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Die ökologische Bedeutung dieser Art ist hochspezialisiert. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist sie die überlebenswichtige Raupenfutterpflanze für den Wolfsmilchschwärmer (Hyles euphorbiae), dessen auffällig bunte Raupen auf das Gift der Pflanze angewiesen sind, um selbst für Fressfeinde ungenießbar zu werden. Die offenen Nektardrüsen der Blüten sind zudem eine leicht zugängliche Energiequelle für verschiedene Wildbienen und Schwebfliegen. Die Samen besitzen ein fettreiches Anhängsel (Elaiosom), das Ameisen anlockt. Diese Form der Samenverbreitung (Myrmekochorie) sorgt dafür, dass die Pflanze im Garten neue Nischen findet, ohne zu wuchern.
Achtung, die Pflanze ist nicht kindersicher. Wie alle Wolfsmilcharten führt sie einen weißen Milchsaft (Latex), der bei Kontakt mit der Haut oder den Augen starke Reizungen hervorrufen kann. Trage beim Hantieren oder Pflanzen im Garten am besten Handschuhe. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit essbaren Wildkräutern, da der austretende Milchsaft ein eindeutiges Warnsignal ist.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Standort: Wähle einen vollsonnigen bis halbschattigen Platz. Die Pflanze entspricht der Ellenberg-Lichtzahl 7, braucht also viel Helligkeit.
Boden: Die Erde sollte gut durchlässig und kalkhaltig sein. Staunässe verträgt sie gar nicht, da die Wurzeln sonst faulen.
Feuchtigkeit: Mit einer Ellenberg-Feuchtezahl von 4 kommt sie wunderbar mit trockenen bis frischen Böden zurecht und muss kaum gegossen werden.
Pflanzzeit: Setze sie am besten von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November in den Boden.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich; die Pflanze zieht sich im Winter zurück.
Vermehrung: Sie versamt sich an zusagenden Standorten moderat von selbst.
Kombinationsempfehlung: Eine hervorragende Nachbarin ist der Gewöhnliche Hufeisenklee (Hippocrepis comosa). Beide bevorzugen kalkreiche Standorte und ergänzen sich ökologisch, da der Klee Stickstoff im Boden bindet, wovon die Wolfsmilch indirekt profitiert.
Kerners Wolfsmilch gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) und ist vor allem in den östlichen Alpenregionen Österreichs heimisch. Sie besiedelt bevorzugt xerotherme Standorte (trocken-warme Plätze) wie lichte Kiefernwälder oder steinige Hänge auf Kalkboden. Typisch sind die Scheinblüten (Cyathien), bei denen mehrere männliche und eine weibliche Blüte in einer becherförmigen Hülle zusammensitzen. Ihr Wuchs ist ausdauernd und krautig, wobei sie durch ein verzweigtes Wurzelsystem auch längere Trockenperioden im Gebirge problemlos übersteht.
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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