
Erophila verna
Auch bekannt als: Erophila verna
2
Arten
interagieren
2
Interaktionen
dokumentiert
An den tief gespaltenen, weißen Kronblättern und der bodennahen Rosette lässt sich das Frühlings-Hungerblümchen (Erophila verna) sofort erkennen. Es ist ein faszinierender Spezialist für karge Standorte, der zeigt, dass auch im Kleinen große Naturwerte stecken. Da es eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) eingeht, ist es ein wichtiger Bestandteil eines gesunden Bodennetzwerks in deinem Garten. Als heimisches Kreuzblütengewächs bereichert es die Vielfalt, ohne viel Platz zu beanspruchen oder andere Pflanzen zu verdrängen. Du kannst dieses zarte Pflänzchen hervorragend nutzen, um offene Bodenstellen oder Pflasterritzen ökologisch aufzuwerten.
Zarter Überlebenskünstler: Das Hungerblümchen belebt kargste Gartenstellen.
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Das Frühlings-Hungerblümchen ist eng mit dem Bodenleben verzahnt, da es eine AM-Mykorrhiza (eine Form der Pilz-Wurzel-Symbiose) eingeht. Dieser Austausch fördert die Nährstoffaufnahme und stärkt das mikrobiologische Gleichgewicht in deinem Garten. Nach aktuellen Daten liegt die Hauptblütezeit im Mai, wodurch die Pflanze das Nahrungsangebot für Bestäuber in diesem Zeitraum ergänzt. Da keine spezifischen Tierbeziehungen in der Datenbank vorliegen, steht vor allem der Wert als heimischer Bodenfestiger im Vordergrund. Die winzigen Samen leisten nach der Reife einen wichtigen Beitrag zum natürlichen Samenpotential im Boden.
Das Frühlings-Hungerblümchen ist laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft. Achte daher darauf, dass Kinder keine Teile der Pflanze in den Mund nehmen, auch wenn keine akuten Vergiftungsfälle dokumentiert sind. Es besteht kaum Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten, da die Kombination aus geringer Größe und tief gespaltenen Kronblättern sehr charakteristisch ist.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Mai
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.07 m
Standort: Das Hungerblümchen bevorzugt vollsonnige Plätze auf sehr durchlässigen, sandigen oder steinigen Böden.
Pflanzzeit: Du kannst die Pflanze entweder im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November setzen.
Boden: Der Boden sollte mager sein, also wenig Nährstoffe enthalten; eine zusätzliche Düngung ist nicht notwendig.
Wasserbedarf: Da die Pflanze an Trockenheit angepasst ist, musst du sie nur bei extremer Hitze in der Anwachsphase gießen.
Vermehrung: Die Art erhält sich durch Selbstaussaat, sofern du offene Bodenstellen im Garten zulässt.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze nach der Samenreife im Juni natürlich vergeht.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist der Scharfe Mauerpfeffer (Sedum acre) – beide teilen ähnliche Standortansprüche auf trockenem Untergrund und ergänzen sich ökologisch als Bodenbedecker.
Das Frühlings-Hungerblümchen (Erophila verna) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Es ist in Deutschland und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt bevorzugt Pionierstandorte (Flächen, die als erste von Pflanzen besiedelt werden) wie Trockenrasen oder sandige Lücken. Die Pflanze wächst einjährig und bildet eine flache Blattrosette aus, aus der im Mai die blattlosen Blütenstängel emporwachsen. Eine morphologische Besonderheit ist die schnelle Entwicklung von der Keimung bis zur Samenreife, was das Überleben an extrem trockenen Orten sichert.
3 Videos zu Frühlings-Hungerblümchen



•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1940648327
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