Bild folgtKI-generierte IllustrationEriophyes exilis (Nalepa, 1892)
Nalepa, 1892
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Pflanzen
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dokumentiert
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Wirtspflanzen
bekannt
Die filzigen Ausstülpungen an den Blättern der Winter-Linde verraten Ihnen die Anwesenheit dieser winzigen Gallmilbe (Eriophyes exilis). Bei diesem Tier handelt es sich um einen spezialisierten Sauger, der so klein ist, dass er mit bloßem Auge kaum wahrgenommen werden kann. Erst durch die Reaktion der Pflanze auf die Saugtätigkeit entstehen charakteristische Blattveränderungen, die wir als Gallen (Pflanzendeformationen durch Parasitenbefall) bezeichnen. Diese mikroskopisch kleinen Lebewesen verbringen den Großteil ihres Lebens direkt auf oder in ihrem pflanzlichen Wirt. Sie ernähren sich von den Pflanzensäften, die sie mit ihren spezialisierten Mundwerkzeugen aufnehmen. In der ökologischen Nahrungskette dienen sie als wichtige Beute für andere räuberische Milben oder Kleinstinsekten. Für Ihren Garten bedeutet das Vorkommen dieser Art eine natürliche Vielfalt, da sie ein fester Bestandteil des heimischen Ökosystems ist. Ein Eingreifen Ihrerseits ist in der Regel nicht notwendig, da die Vitalität des Baumes durch den Befall kaum beeinträchtigt wird. Sie fördern die Gesundheit Ihres Gartens am besten, indem Sie die natürlichen Gegenspieler dieser Milben, wie Raubmilben, durch den Verzicht auf chemische Mittel unterstützen. So bleibt das ökologische Gleichgewicht zwischen Wirtspflanze und Kleinstlebewesen gewahrt. Beobachten Sie die faszinierende Co-Evolution (gemeinsame Entwicklung zweier Arten), bei der sich die Milbe perfekt an ihre Umgebung angepasst hat.
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Dieses Tier ist für Menschen und Haustiere vollkommen harmlos und stellt keine Gefahr für die allgemeine Gartengesundheit dar. Es unterliegt keinem besonderen gesetzlichen Artenschutz, ist jedoch ein wertvoller Bestandteil der lokalen Biodiversität (biologische Vielfalt). Sie müssen keinerlei Bekämpfungsmaßnahmen ergreifen.
Die Art gehört zur Familie der Eriophyidae (Gallmilben) innerhalb der Klasse der Spinnentiere. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst weite Teile Mitteleuropas, darunter Deutschland, Österreich, Belgien und die Schweiz. Als obligate (zwingend angewiesene) Pflanzenparasiten sind sie für ihre Entwicklung auf ganz bestimmte Wirte angewiesen. In diesen Regionen besiedeln sie bevorzugt die Winter-Linde (Tilia platyphyllos subsp. cordifolia), wobei sie eine enge biologische Bindung an diese Pflanze eingegangen sind.
2 Pflanzen dienen als Nahrung für die Larven
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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