Bild folgtKI-generierte IllustrationEquisetum arvense × fluviatile
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Arten
Unverwechselbar ist dieser Schachtelhalm durch seine oft beachtliche Groesse und die fein gegliederten, quirlstaendigen Seitenzweige, die Merkmale beider Elternarten vereinen. Als natuerliche Kreuzung besitzt er eine besondere Wuchskraft und bildet dichte, urzeitlich anmutende Bestaende an feuchten Orten. In deinem Naturgarten ist er wertvoll, da er nach aktuellen Daten als Raupenfutterpflanze fuer den praechtigen Schönbär (Callimorpha dominula) und die Markgraseule (Hydraecia micacea) dient. Du schaffst mit ihm einen stabilen Lebensraum in Ufernaehe oder Sumpfbeeten. Wenn du einen feuchten Gartenabschnitt oekologisch aufwerten moechtest, ist dieser Spezialist genau die richtige Wahl fuer dich.
Urzeitlicher Uferwaechter und wichtige Kinderstube fuer den praechtigen Schönbär
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Obwohl dieser Schachtelhalm keine Blueten im herkoemmlichen Sinne besitzt und somit keinen Nektar produziert, ist seine Bedeutung als Futterpflanze gross. Er dient nachweislich als wichtige Nahrungsgrundlage fuer die Raupen der Markgraseule (Hydraecia micacea) und des farbenfrohen Schönbärs (Callimorpha dominula). Durch die Verbindung mit Bodenpilzen ueber die Arbuskulaere Mykorrhiza (AM) traegt er zur Stabilisierung des Mikrobioms im Boden bei. Zudem bieten die dichten Halme einen geschuetzten Raum fuer Amphibien wie Grasfroesche (Rana temporaria), die in der feuchten Vegetation Schutz vor Sonne und Fressfeinden finden.
Die Pflanze ist als nicht kindersicher eingestuft und sollte nicht verzehrt werden. Es besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit dem Sumpf-Schachtelhalm (Equisetum palustre), der durch das Alkaloid Palustrin giftig ist. Achte darauf, dass bei der Hybride die untersten Glieder der Seitenzweige meist kuerzer oder fast so lang wie die Stängelscheide sind.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Photosynthetischer Spross
Pflanzenhöhe
0.35 m
Waehle einen Standort mit hoher Bodenfeuchte oder Staunaesse, was dem Ellenberg-Feuchtigkeitswert der Elternarten entspricht.
Ein lehmiger, naehrstoffreicher Boden an Teichraendern oder in Bachnaehe ist ideal.
Die beste Pflanzzeit ist im Fruehjahr von Maerz bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Da die Pflanze zur Ausbreitung ueber Rhizome (unterirdische Kriechsprosse) neigt, solltest du in kleineren Gaerten eine Wurzelsperre einplanen.
Die Vermehrung gelingt am einfachsten durch Teilung dieser Wurzelstoecke im zeitigen Fruehjahr.
Die Pflanze geht eine Arbuskulaere Mykorrhiza (AM, eine Form der Pilz-Symbiose zur Naehrstoffaufnahme) ein, was die Bodengesundheit foerdert.
Ein Rueckschnitt der braunen Wedel sollte erst im Fruehjahr erfolgen, um Insekten Winterquartiere zu lassen.
Gute Partnerin: Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) – beide lieben nasse Fuesse und die gelben Blueten ergaenzen das lineare Gruen des Schachtelhalms hervorragend.
Diese Pflanze ist eine natuerliche Hybride aus dem Acker-Schachtelhalm (Equisetum arvense) und dem Fluss-Schachtelhalm (Equisetum fluviatile) innerhalb der Familie der Schachtelhalmgewaechse (Equisetaceae). Sie kommt in Mitteleuropa verbreitet an Standorten vor, an denen beide Elternteile aufeinandertreffen, wie etwa an Ufern oder auf nassen Wiesen. Morphologisch zeichnet sie sich durch einen Stängelquerschnitt aus, dessen zentraler Hohlraum groesser als beim Acker-Schachtelhalm, aber kleiner als beim Fluss-Schachtelhalm ist. Da es sich um eine Kreuzung handelt, ist sie meist steril und vermehrt sich vegetativ.
3 Videos zu Acker-Schachtelhalm x Flussschachtelhalm



•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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