Bild folgtKI-generierte IllustrationEpilobium tetragonum agg.
An dem deutlich vierkantigen Stängel und den schmalen, lanzettlichen Blättern lässt sich das Vierkantige Weidenröschen (Epilobium tetragonum) sofort erkennen. Diese heimische Wildpflanze ist ein unaufgeregter, aber wertvoller Bestandteil unserer Natur und besiedelt gerne Stellen mit mäßig feuchtem Boden. Auch wenn die rosa Blüten eher klein sind, fügt sich die Art wunderbar in naturnahe Gartenbereiche ein, die wenig Pflege benötigen. Da sie als Mittelzehrer (Pflanzen mit mittlerem Nährstoffbedarf) gilt, stellt sie keine hohen Ansprüche an die Bodenqualität. Mit dieser Wahl förderst du die standortgerechte Vielfalt direkt vor deiner Haustür. Schau doch mal im Sommer genau hin, wie sie deinen Garten bereichert.
Heimische Robustheit für sonnige Plätze mit frischem Boden.
Das Vierkantige Weidenröschen leistet als heimische Art einen wichtigen Beitrag zur strukturellen Vielfalt im Garten. Da es perfekt an das regionale Klima in Deutschland angepasst ist, benötigt es keine künstliche Unterstützung, um dauerhaft zu bestehen. Die Samen reifen in schmalen Kapseln heran und werden über weite Strecken durch den Wind verbreitet. In der kalten Jahreszeit dienen die stehengelassenen, hohlen Stängel als wertvolle Rückzugsorte für kleine Lebewesen. Durch seine Präsenz an frischen Standorten bereichert es das ökologische Gefüge und stärkt die Widerstandsfähigkeit deiner Gartenflora. Jede heimische Pflanze im Garten hilft dabei, die natürliche Identität unserer Landschaft zu bewahren.
In der Datenbank wird das Vierkantige Weidenröschen als nicht kindersicher eingestuft. Es empfiehlt sich daher, die Pflanze nicht direkt in den Spielbereich von Kleinkindern zu setzen. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht bei Beachtung der markanten vierkantigen Stängelleisten nicht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Wähle für das Weidenröschen einen sonnigen Standort aus.
Der Boden sollte frisch sein, was bedeutet, dass die Erde eine gleichmäßige, mäßige Feuchtigkeit aufweisen muss.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit normalem Nährstoffbedarf) benötigt sie keinen zusätzlichen Dünger in normalem Gartenboden.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte beim Pflanzen darauf, dass der Boden offen und nicht gefroren ist.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über Samen, die sich oft von selbst im Garten verteilen.
Ein Rückschnitt der vertrockneten Stängel sollte erst im Spätwinter erfolgen, um die Struktur zu erhalten.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica) – beide Arten teilen die Vorliebe für frische Böden und ergänzen sich in ihrer Wuchsform.
Diese Kombination fördert eine stabile Pflanzengemeinschaft an wechselfeuchten Gartenstellen.
Das Vierkantige Weidenröschen gehört zur Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae) und ist in Deutschland weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum umfasst lichte Standorte wie Grabenränder oder Waldschläge, sofern der Boden ausreichend frisch (mäßig feucht) ist. Ein morphologisches (gestaltliches) Merkmal sind die am Stängel herablaufenden Leisten, die für die namensgebende Form sorgen. Die Blüten sind radiärsymmetrisch (strahlenförmig aufgebaut) mit den für die Gattung typischen gekerbten Kronblättern.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →