Bild folgtKI-generierte IllustrationDiplolepis mayri (Schlechtendal, 1877)
Schlechtendal, 1877
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Auffälligstes Merkmal von Diplolepis mayri sind die kugeligen, oft mit Stacheln besetzten Gallen (Pflanzenwucherungen), die du an den Zweigen von Wildrosen entdecken kannst. Diese Strukturen entstehen durch die gezielte Eiablage der winzigen Gallwespen (Cynipidae), die das Pflanzengewebe zu diesem Wachstum anregen. Im Inneren dieser geschützten Behausungen entwickeln sich die Larven völlig abgeschirmt vor Witterungseinflüssen. Du findest diese Art in unseren Breiten an der Wein-Rose, der Zimt-Rose oder speziellen Formen der Hunds-Rose (Rosa canina var. dumalis). Die Larven ernähren sich ausschließlich von dem nährstoffreichen Gewebe im Inneren ihrer Galle. Für deinen Garten bedeutet ein Befall keinerlei Gefahr, da die Vitalität der Sträucher dadurch nicht beeinträchtigt wird. Ökologisch gesehen sind diese Wespen wertvoll, da sie ihrerseits Lebensraum für spezialisierte Schlupfwespen bieten. Als Gärtner kannst du dieses Naturschauspiel einfach beobachten und die betroffenen Zweige beim Rückschnitt im Spätwinter verschonen. So ermöglichst du der nächsten Generation im Frühjahr den Schlupf. Diese kleinen Insekten sind ein wunderbares Beispiel für die komplexe Vernetzung in einem naturnahen Garten.
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Diese Gallwespe ist für dich, deine Familie und Haustiere absolut harmlos, da sie keinen Giftstachel besitzt und nicht beißen kann. Sie unterliegt keinem besonderen gesetzlichen Artenschutz. Du kannst die Gallen im Garten bedenkenlos mit den Händen berühren oder aus der Nähe untersuchen.
Diplolepis mayri ist eine Gallwespe aus der Familie der Cynipidae und im gesamten deutschsprachigen Raum sowie in Belgien heimisch. Die Art ist auf bestimmte Wildrosen spezialisiert und induziert dort die charakteristischen galligen Wucherungen. Taxonomisch gehört sie zur Gattung Diplolepis, die für ihre enge Bindung an Rosengewächse bekannt ist. Ihre Lebensweise ist phytophag (pflanzenfressend), wobei die Larvenentwicklung untrennbar mit dem Wirtsgewebe verbunden ist.
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•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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