Bild folgtKI-generierte IllustrationDeschampsia cespitosa
Auch bekannt als: Rasen-Schmiele, Rasenschmiele
Artengruppe
18
Arten
interagieren
18
Interaktionen
dokumentiert
18
Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist die Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa) durch ihre dichten, wintergrünen Blatthorste (Pflanzenbüschel) und die silbrig-goldenen, lockeren Blütenrispen, die wie ein feiner Schleier über dem Boden schweben. Im Naturgarten ist sie eine zentrale Lebensader, da sie als unverzichtbare Kinderstube für zahlreiche Falter dient. Beispielsweise finden die Raupen des Braunen Waldvogels (Aphantopus hyperantus) und des Trinkers (Euthrix potatoria) hier ihre Nahrung. Wenn du eine robuste Strukturpflanze suchst, die Dynamik in deine Beete bringt und gleichzeitig bedrohten Schmetterlingen hilft, triffst du mit diesem heimischen Gras eine hervorragende Wahl.
Silbriger Blütenschleier und lebenswichtige Kinderstube für den Braunen Waldvogel.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist dieses Gras eine existenzielle Futterquelle für die Raupen vieler Schmetterlinge. Neben dem Ockerbindigen Samtfalter (Hipparchia semele) profitieren auch spezialisierte Arten wie die Dreizack-Graseule (Acronicta tridens) und Photedes minima von den Blättern. Die feinen Samenstände, die bis in den Winter stehen bleiben, dienen Vögeln als wichtige Energiequelle in der kalten Jahreszeit. Da die Pflanze dichte Horste bildet, bietet sie zudem wertvollen Schutz und Überwinterungsquartiere für kleine Laufkäfer und andere nützliche Bodenbewohner deines Gartens.
Die Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa) gilt als nicht kindersicher. Dies liegt an den sehr rauen und scharfen Kanten der Grashalme, die bei unvorsichtigem Greifen zu kleinen Schnittwunden auf der Haut führen können. Die Pflanze selbst ist jedoch ungiftig, sodass keine Gefahr durch Verzehr für Mensch oder Tier besteht. Trage beim Rückschnitt im Februar am besten Gartenhandschuhe.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.62 m
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten, da das Gras dort seine volle Pracht entfaltet.
Boden: Die Erde sollte „frisch“ sein, was in der Gärtnersprache bedeutet, dass der Boden mäßig feucht bleiben und nie ganz austrocknen sollte.
Nährstoffe: Als Mittelzehrer (Pflanzen mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) kommt sie wunderbar mit normalem Gartenboden ohne zusätzliche Düngung zurecht.
Pflanzzeit: Du kannst sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, sofern der Boden offen ist.
Pflege: Schneide die alten Halme erst im späten Februar zurück, damit die Struktur im Winter erhalten bleibt.
Vermehrung: Große Horste lassen sich im zeitigen Frühjahr einfach mit dem Spaten teilen.
Kombination: Eine ideale Partnerin ist der Gewöhnliche Blutweiderich (Lythrum salicaria). Beide Arten bevorzugen feuchte Standorte und ergänzen sich optisch durch die vertikalen Blütenkerzen des Weiderichs und die filigranen Schleier des Grases.
Die Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in der gesamten Region von den Tälern bis in die Alpen heimisch. Sie besiedelt bevorzugt feuchte Wiesen, lichte Wälder und Moore. Morphologisch zeichnet sie sich durch sehr schmale, oberseits deutlich geriefter und rauer Blätter aus. Eine Besonderheit ist ihre Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (Wurzelpilze, die Nährstoffe gegen Zucker tauschen), speziell der AM-Form (Arbuskuläre Mykorrhizapilze), was ihre Widerstandsfähigkeit an verschiedenen Standorten erklärt.
3 Videos zu Rasen-Schmiele (Artengruppe)



18 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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