Bild folgtKI-generierte IllustrationDatura stramonium
Auch bekannt als: Stechapfel, Gemeiner Stechapfel, Gewöhnlicher Stechapfel, stramoine
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst den Weißen Stechapfel (Datura stramonium) an seinen großen, aufrechten, weißen Blütentrompeten und den auffälligen, stacheligen Kapselfrüchten. Diese imposante Pflanze ist eine Bereicherung für naturnahe Gartenbereiche, da sie als spezialisierte Raupenfutterpflanze für die Bilsenkraut-Eulenspinner (Heliothis peltigera) dient. Trotz ihrer Giftigkeit ist sie ökologisch wertvoll und besetzt Nischen auf nährstoffreichen Böden, die sonst oft kahl bleiben. Wenn du einen Platz abseits von Spielflächen frei hast, bietet diese Art ein faszinierendes Schauspiel von der Blüte bis zur markanten Fruchtbildung. Achte beim Umgang mit ihr einfach auf die nötige Vorsicht.
Imposanter Nachtschatten: Die wichtigste Kinderstube für die Bilsenkraut-Eule.
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Der Weiße Stechapfel (Datura stramonium) spielt eine spezifische Rolle im Ökosystem als wichtige Raupenfutterpflanze für die Bilsenkraut-Eulenspinner (Heliothis peltigera). Nach aktuellen Beobachtungsdaten werden die Blüten vor allem in der Dämmerung von Nachtfaltern besucht, die durch den hellen Glanz der Kronblätter angelockt werden. Da die Pflanze starkzehrend ist, zeigt sie im Garten oft nährstoffreiche Hotspots an und trägt zur Bodenstrukturierung bei. Für Vögel sind die Samen aufgrund der enthaltenen Wirkstoffe zwar keine primäre Nahrungsquelle, doch die abgestorbenen Stängel dienen im Winter als Überwinterungsquartier für verschiedene räuberische Käferarten.
Die gesamte Pflanze ist hochgiftig und absolut nicht kindersicher. Sie enthält Alkaloide wie Scopolamin und Atropin, die bereits bei Hautkontakt oder versehentlichem Verzehr schwere Verhalluzinationen und Vergiftungen auslösen können. Trage bei Pflegearbeiten unbedingt Handschuhe und verzichte auf die Pflanze, wenn Haustiere oder Kinder Zugang zum Garten haben.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.8 m
Standort: Platziere die Pflanze an einem vollsonnigen Ort, da sie viel Wärme für die Blütenbildung benötigt.
Boden: Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) verlangt sie nach einem fetten, sehr nährstoffreichen Untergrund.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) gehalten werden; Staunässe ist jedoch zu vermeiden.
Pflanzzeit: Die beste Zeit für die Aussaat oder Pflanzung ist von März bis Mai, sobald der Boden offen und frostfrei ist.
Pflege: Da die Art einjährig wächst, ist kein Rückschnitt nötig; sie versamt sich an zusagenden Stellen von selbst.
Düngung: Aufgrund des hohen Bedarfs ist eine Kompostgabe im Frühjahr ideal.
Kombinationsempfehlung: Eine passende Begleitpflanze ist die Weg-Malve (Malva neglecta). Beide Arten teilen die Vorliebe für stickstoffreiche Böden in Siedlungsnähe und bilden zusammen eine typische Pflanzengesellschaft der Ruderalflora (Pflanzenwelt auf nährstoffreichen Rohböden).
Der Weiße Stechapfel (Datura stramonium) gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und zur Ordnung der Nachtschattenartigen (Solanales). In Deutschland, Österreich und der Schweiz wird er als Neophyt (eingebürgerte, gebietsfremde Art) eingestuft, der sich bevorzugt auf Schuttplätzen und Brachen ansiedelt. Morphologisch besticht die Pflanze durch ihren gabeligen Wuchs und die grob gezähnten, dunkelgrünen Blätter. Ein besonderes Merkmal ist die Arbuskuläre Mykorrhiza (eine Form der Pilz-Wurzel-Symbiose), die dem Starkzehrer hilft, Nährstoffe effizient aus dem Boden zu lösen.
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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