Bild folgtKI-generierte IllustrationDasiphora fruticosa
Auch bekannt als: Fingerstrauch, Fünffingerstrauch
2
Arten
interagieren
2
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist der Fingerstrauch (Dasiphora fruticosa) durch seine zahlreichen, meist leuchtend gelben Schalenblüten und die fein behaarten, fünfzähligen Blättchen. In deinem Garten übernimmt er eine wertvolle Rolle als späte Nahrungsquelle, da er genau dann blüht, wenn viele andere Sträucher bereits Pause machen. Besonders für den Ringelspinner (Malacosoma neustria) ist er lebensnotwendig, da dessen Raupen die Blätter als Futter nutzen. Schau doch mal, ob du noch ein sonniges Plätzchen für diesen pflegeleichten Gast frei hast.
Spätsommer-Retter für den Ringelspinner: Robust, gelb und pflegeleicht.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Fingerstrauch eine wichtige Tankstelle im Hochsommer. Da die Blütezeit exakt im August liegt, bietet er Nektar und Pollen in einer Zeit an, in der das Angebot in der Landschaft oft knapp wird. Eine ganz besondere Beziehung pflegt er zum Ringelspinner (Malacosoma neustria): Dieser Nachtfalter ist auf den Fingerstrauch als Raupenfutterpflanze angewiesen. Die dichte Verzweigung des Strauches bietet zudem kleinen Lebewesen im Garten einen geschützten Rückzugsort. Im Winter dienen die verbliebenen trockenen Fruchtstände als karge Nahrungsreserve für Vögel.
Obwohl der Fingerstrauch keine bekannten starken Giftstoffe enthält, wird er in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Es empfiehlt sich daher, kleine Kinder im Garten zu beaufsichtigen, um ein Verschlucken von Pflanzenteilen zu verhindern. Eine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Wildsträuchern besteht aufgrund der markanten gelben Blüten und der speziellen Blattform kaum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Sep
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.69 m
Der Fingerstrauch bevorzugt vollsonnige bis leicht halbschattige Standorte in deinem Garten.
Er gedeiht in fast jeder normalen Gartenerde, sofern diese gut durchlässig ist und keine Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich) auftritt.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Ein Rückschnitt im Spätwinter (Februar) fördert einen kompakten Wuchs und eine reiche Blüte im August.
Zur Vermehrung kannst du im Winter einfach Steckhölzer (unbewurzelte Zweigstücke) in die Erde stecken.
Da er sehr robust ist, benötigt er nach dem Anwachsen kaum zusätzliche Düngung oder intensive Pflege.
Gute Partnerin: Die Berg-Aster (Aster amellus) – beide Arten teilen die Vorliebe für sonnige Standorte und ergänzen sich ökologisch hervorragend in der späten Blütezeit.
Der Fingerstrauch gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in unserer Region vor allem in Österreich heimisch. Er besiedelt dort natürliche Standorte wie Felsfluren oder lichte Gebüsche in montanen (gebirgigen) Lagen. Botanisch zeichnet er sich durch einen buschigen, bis zu einem Meter hohen Wuchs und eine rindenartig abblätternde Textur an älteren Zweigen aus. Seine Blüten sind radiärsymmetrisch (sternförmig aufgebaut) und weisen die für Rosengewächse typischen zahlreichen Staubblätter in der Mitte auf.
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →