Bild folgtKI-generierte IllustrationDactylorhiza incarnata
Auch bekannt als: Orchis incarnata var. ochroleuca
Artengruppe
2
Arten
interagieren
2
Interaktionen
dokumentiert
An ihren meist fleischfarbenen bis dunkelroten Blütenähren, die dicht besetzt an einem kräftigen, hohlen Stängel stehen, lässt sich das Fleischrote Knabenkraut (Dactylorhiza incarnata) sofort erkennen. Diese heimische Wildorchidee ist in der Natur selten geworden und steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten (Kategorie 3). Indem du ihr einen Platz in deinem Garten gibst, leistest du einen wertvollen Beitrag zum Erhalt dieser bedrohten Artengruppe. Sie ist perfekt für feuchte Standorte geeignet und zeigt an, dass dein Garten ökologisch intakt ist. Du wirst schnell merken, wie diese markante Pflanze zum Stolz deines Beetes wird.
Gefährdete Orchideen-Pracht: Hol dir ein Stück geschützte Natur in den Garten.
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Mit dem Anbau des Fleischroten Knabenkrauts förderst du eine Art der Roten Liste (Status 3), die aus unseren Landschaften fast verschwunden ist. Da sie spezifische Ansprüche an Feuchtigkeit und Nährstoffarmut stellt, wirkt sie als Zeigerpflanze für einen ökologisch hochwertigen Gartenbereich. Die Blütezeit von April bis Juli schließt eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot feuchter Standorte. Durch den Verzicht auf Düngung im Umfeld dieser Orchidee schützt du zudem das Grundwasser und förderst die Bodenbiologie. Ein Garten mit dieser Art wird zum Trittsteinbiotop für bedrohte Lebensraumtypen.
Das Fleischrote Knabenkraut ist nicht kindersicher und sollte nicht verzehrt werden. Wie bei vielen Orchideenarten können die Inhaltsstoffe bei empfindlichen Personen Hautreizungen auslösen. Achte darauf, dass kleine Kinder oder Haustiere die Pflanze nicht beschädigen oder Teile davon essen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.22 m
Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Pflanze viel Licht benötigt.
Der Boden muss dauerhaft feucht bis nass sein, ideal ist der Rand eines Teichs oder eine feuchte Senke.
Da sie ein Schwachzehrer (Nährstoff-Genügsame) ist, darfst du den Boden niemals düngen.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Setze die Knollen vorsichtig in mageres Substrat, ohne die empfindlichen Wurzeln zu knicken.
Achte darauf, dass die Erde im Sommer nie komplett austrocknet.
Mähe den Bereich erst spät im Jahr, damit die Samen in Ruhe ausreifen können.
Entferne das Mahdgut unbedingt, um den Boden mager zu halten.
Gute Partnerin: Die Sumpfdotterblume (Caltha palustris) – beide teilen die Vorliebe für nasse Standorte.
Auch die Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi) passt ökologisch hervorragend dazu, da sie in derselben Pflanzengesellschaft vorkommt.
Das Fleischrote Knabenkraut gehört zur Familie der Orchideengewächse (Orchidaceae) und ist eine in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimische Artengruppe. Als Indigen (einheimische Art) besiedelt sie natürlicherweise kalkreiche Feuchtwiesen und Niedermoore. Die Pflanze zeichnet sich durch ihre unbefleckten, aufrechten Blätter und einen charakteristischen hohlen Stängel aus. Als Schwachzehrer (Pflanze, die auf nährstoffarmen Böden wächst) ist sie ein Spezialist für magere Standorte und reagiert empfindlich auf Überdüngung.
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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