Bild folgtKI-generierte IllustrationCrocidura russula (Hermann, 1780)
Die Feldspitzmaus (Crocidura russula) erkennst du an ihrem silbrig-braunen Fell, der spitzen, sehr beweglichen Schnauze und den im Vergleich zu anderen Arten deutlich sichtbaren Ohrmuscheln. In deinem Garten bevorzugt dieses kleine Säugetier trockene und warme Bereiche wie Trockenmauern, Komposthaufen oder die Nähe von Gebäudefundamenten. Da sie zu den Insektenfressern (Tiere, die sich primär von Wirbellosen ernähren) gehört, ist sie eine fleißige Helferin bei der biologischen Regulation von Schädlingen. Sie frisst unentwegt Käfer, Larven und Schnecken, um ihren enorm hohen Stoffwechsel aufrechtzuerhalten. Im Winter hält die Feldspitzmaus keinen Winterschlaf (tiefer Ruhezustand mit abgesenkter Körpertemperatur), sondern bleibt das ganze Jahr über aktiv. Oft sucht sie in der kalten Jahreszeit Schutz in Scheunen oder Kellern, um Energie zu sparen. Du kannst ihr helfen, indem du in einer Gartenecke Reisighaufen oder Altgras stehen lässt, die ihr als natürlicher Unterschlupf dienen. Auf Pestizide solltest du verzichten, damit sie stets genügend Nahrung findet. Wenn du sie beobachtest, wirst du bemerken, wie flink und nervös sie sich durch das Unterholz bewegt. Ein naturnaher Garten mit vielen Verstecken ist für dieses nützliche Tier der ideale Lebensraum.
Die Feldspitzmaus ist für den Menschen völlig harmlos und nicht giftig. Da sie unter allgemeinem Artenschutz steht, darf sie nicht gefangen oder getötet werden. Bei einer Begegnung solltest du sie nicht anfassen, da die Tiere sehr stressanfällig sind und in Bedrängnis zur Verteidigung zubeißen können.
Die Feldspitzmaus zählt zur Familie der Spitzmäuse (Soricidae) und gehört zur Gattung der Weißzahnspitzmäuse (Crocidura), deren Zahnspitzen im Gegensatz zu anderen Vertretern nicht rot pigmentiert sind. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst weite Teile West- und Mitteleuropas, wobei sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch ist. Mit einer Körperlänge von sechs bis neun Zentimetern ist sie eine wärmeliebende Art, die oft die Nähe menschlicher Siedlungen sucht. Sie lebt vorwiegend bodenbewohnend und ist sowohl tag- als auch nachtaktiv.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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