Bild folgtKI-generierte IllustrationCrex crex
Der Wachtelkönig (Crex crex) ist ein amselgroßer, gelbbrauner Vogel, der durch seinen markanten, zweisilbigen Ruf auffällt, der wie ein mechanisches Ratschen klingt. Du wirst diesen heimlichen Gast selten zu Gesicht bekommen, da er sich meist perfekt getarnt in hoher Vegetation bewegt. Als Allesfresser ernährt er sich von einer Vielzahl an Wirbellosen wie Insekten und Schnecken, nimmt aber gelegentlich auch Sämereien auf. Er zählt zu den Bodenbrütern (Vögel, die ihre Nester direkt auf der Erde errichten), weshalb er auf ungestörte Wiesenflächen angewiesen ist. Dieser Langstreckenzieher (Vogel, der tausende Kilometer in Überwinterungsgebiete südlich der Sahara wandert) kehrt erst spät im Frühling zu uns zurück. In deinem Garten kannst du ihm helfen, indem du Teilbereiche deiner Wiese erst sehr spät im Jahr mähst, um die Brut nicht zu gefährden. Eine Mahd von innen nach außen ermöglicht es den Tieren zudem, rechtzeitig in sichere Randbereiche zu flüchten. Der Verzicht auf Pestizide sichert dem Wachtelkönig die notwendige Nahrungsgrundlage. Da er sehr störungsempfindlich ist, solltest du weite Grasflächen während der Sommermonate wenig betreten.
Der Wachtelkönig ist streng geschützt und darf während der Brutzeit nicht gestört werden. Da seine Nester am Boden liegen, ist besondere Vorsicht bei der Bewirtschaftung von Wiesen geboten. Verwechslungsgefahr besteht optisch mit dem Rebhuhn, das jedoch einen deutlich kräftigeren Körperbau aufweist.
Der Wachtelkönig (Crex crex) gehört zur Familie der Rallenvögel (Rallidae) innerhalb der Ordnung der Kranichvögel. Er ist in weiten Teilen Eurasiens verbreitet, wobei er in Mitteleuropa bevorzugt feuchte Wiesen und Offenlandschaften besiedelt. Charakteristisch ist sein seitlich schmaler Körperbau, der eine flinke Fortbewegung zwischen dichten Pflanzenhalmen ermöglicht. Im Feld ist er optisch kaum von anderen Rallenarten zu unterscheiden, wird aber oft anhand seines unverwechselbaren nächtlichen Rufes identifiziert.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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