Bild folgtKI-generierte IllustrationCossus cossus
Wer den Weidenbohrer (Cossus cossus) einmal beobachtet hat, vergisst ihn nicht: Mit seiner stattlichen Körpergröße fällt dieser Nachtfalter sofort auf. Mit einer Körpermasse von etwa 0,34 Gramm gehört er zu den gewichtigeren Insekten in deinem Garten. Die Falter sind in einer Generation pro Jahr von Mai bis September aktiv und bevorzugen eine mittlere Temperaturnische (moderate Wärmebereiche). Da die erwachsenen Tiere keine Nahrung aufnehmen können, wirst du sie im Frühling oder Sommer nicht an Blüten beobachten. Die Raupen hingegen leben polyphag (viele verschiedene Pflanzenarten nutzend) und ernähren sich über mehrere Jahre vom Holz heimischer Bäume wie Weiden (Salix) oder Pappeln (Populus). Den Winter überdauert das Tier als Larve (Raupe), meist tief im Holz verborgen oder seltener in einem Kokon im Erdboden. Du kannst die Art fördern, indem du alte Bäume und Totholz in deinem Garten belässt und auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichtest. In der Schweiz wurde die Art zwischen 1979 und 2021 insgesamt 150 Mal dokumentiert. Als erfahrener Gärtner solltest du wissen, dass die imposanten Raupen oft am Boden zu sehen sind, wenn sie einen Platz zur Verpuppung suchen.
Völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Der Weidenbohrer sticht oder beißt nicht und ist für Menschen sowie Haustiere absolut unbedenklich. Da die Raupen meist bereits geschwächte Bäume besiedeln, ist eine Bekämpfung aus ökologischer Sicht nicht notwendig.
Der Weidenbohrer (Cossus cossus) ist ein Nachtfalter aus der Familie der Holzbohrer (Cossidae) innerhalb der Ordnung der Schmetterlinge. Er ist in Mitteleuropa heimisch, wobei Daten aus der Schweiz (150 Beobachtungen) und Belgien seine Verbreitung belegen. Für Laien ist er an seiner beachtlichen Größe und der graubraunen, rindenähnlichen Zeichnung erkennbar, die eine perfekte Tarnung bietet. Die Art besiedelt eine mittlere Temperaturnische und ist eng an Gehölzbestände gebunden, in denen die Larven ihre mehrjährige Entwicklung im Holz vollziehen.
Körpergröße
large
Nahrung
polyphagous
Überwinterung
larva
Temperatur
intermediate
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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