
Corydalis cava
Auch bekannt als: Fumaria bulbosa var. cava
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Arten
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dokumentiert
An seinen purpurroten oder weißen Blüten, die einen markanten, hakenförmig gebogenen Sporn besitzen, lässt sich der Hohle Lerchensporn (Corydalis cava) sofort erkennen. Er gehört zu den wertvollsten Frühblühern des Aprils und ist als Indigen (einheimisch) oder Archäophyt (eine vor 1492 eingeführte Art) tief in unserer Natur verwurzelt. Die Pflanze besetzt eine wichtige zeitliche Nische im Gartenjahr, da sie ihre Energie bereits vor dem Laubaustrieb der Bäume entfaltet. Wenn du schattige Plätze unter Gehölzen ökologisch aufwerten möchtest, ist dieser robuste Bewohner eine ideale Wahl für dich.
Heimischer Frühstarter: Bringt im April Farbe in den tiefsten Schatten.
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Der Hohle Lerchensporn spielt eine wichtige Rolle im frühen Gartenjahr, da er ausschließlich im April blüht und somit Energie bereitstellt, wenn viele andere Arten noch ruhen. Nach aktuellen Daten geht er eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen spezialisierten Bodenpilzen und Pflanzenwurzeln) ein, was die Bodengesundheit und den Nährstoffkreislauf fördert. Als heimische Art ist er perfekt an das Klima in Deutschland, Österreich und der Schweiz angepasst. Seine Präsenz im Garten unterstützt die natürliche Bodenfauna in schattigen Lebensräumen.
Der Hohle Lerchensporn ist nicht kindersicher, da er in allen Pflanzenteilen giftig ist; besonders die hohle Knolle enthält Alkaloide. Er kann leicht mit dem Gefingerten Lerchensporn (Corydalis solida) verwechselt werden, der jedoch keine hohle Knolle und anders geformte Tragblätter besitzt.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mär – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.2 m
Damit der Hohle Lerchensporn gut gedeiht, benötigt er einen Standort im Schatten, idealerweise unter sommergrünen Laubbäumen. Der Boden sollte 'frisch' (mäßig feucht) und als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) unbedingt nährstoffreich sowie humos sein.
Pflanzzeit: Setze die Knollen im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Standort: Schattig und eher kühl.
Boden: Tiefgründig und fett, gerne mit Laubkompost angereichert.
Pflege: Nach der Blüte im April vergilbt das Laub; bitte nicht abschneiden, da die Pflanze die Nährstoffe für das nächste Jahr in die Knolle einlagert.
Düngung: Eine Gabe von reifem Kompost im zeitigen Frühjahr unterstützt den hohen Nährstoffbedarf.
Eine hervorragende Begleitpflanze ist das Buschwindröschen (Anemone nemorosa). Beide Arten bilden in der Natur gemeinsam den Teppich unserer Laubwälder und ergänzen sich perfekt in ihren Ansprüchen an den feuchten, schattigen Waldboden.
Der Hohle Lerchensporn gehört zur Ordnung der Hahnenfußartigen (Ranunculales) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz weit verbreitet. Er besiedelt typischerweise schattige Laubwälder mit frischen, nährstoffreichen Böden. Sein auffälligstes Merkmal ist die im Alter hohl werdende Knolle, die als Speicherorgan dient. Die Pflanze erreicht eine Höhe von 15 bis 30 Zentimetern und zieht sich bereits im Frühsommer komplett in den Boden zurück.
1 Video zu Hohler Lerchensporn

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1 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_189022051
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