Bild folgtKI-generierte IllustrationClaytonia perfoliata
Auch bekannt als: Gewöhnliches Tellerkraut
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An den kreisrunden Blättern, durch deren Mitte der Stängel zu wachsen scheint, lässt sich das Tellerkraut (Claytonia perfoliata) sofort erkennen. Diese Pflanze bringt als Neophyt (nach 1492 eingewanderte Pflanzenart) frisches Grün in schattige Gartenecken, wenn vieles andere noch ruht. Für deinen Naturgarten ist sie wertvoll, da sie früh im Jahr Nahrung bietet, etwa für die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria). Sogar Vögel wie das Rebhuhn (Perdix perdix) schätzen die Pflanze als Futterquelle. Du kannst dieses Wildkraut wunderbar nutzen, um Bodenlücken im Halbschatten ökologisch sinnvoll zu schließen und gleichzeitig das Tierleben zu fördern.
Früher Kraftspender: Ein grüner Teller für Wildbienen und Vögel.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitiert insbesondere die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) von den frühen Blüten des Tellerkrauts. In den dichten Beständen findet auch die Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia) ein ideales Jagdrevier, um auf blütenbesuchende Insekten zu warten. Für die heimische Vogelwelt ist die Pflanze ebenfalls ein Gewinn: Sowohl der Hausgimpel (Pyrrhula pyrrhula) als auch das Rebhuhn (Perdix perdix) nutzen die Pflanzenteile als Nahrungsgrundlage. Sogar größeres Wild wie der Damhirsch (Dama dama) äst (frisst) die saftigen Blätter gern. Da die Pflanze bereits früh im Jahr Biomasse bildet, dient sie als wichtiger Bodenschutz.
Die Pflanze wird laut Datenlage als nicht kindersicher eingestuft, weshalb du im Garten mit kleinen Kindern achtsam sein solltest. Eine Verwechslung mit giftigen Frühjahrsblühern ist möglich, wenn man nicht genau hinsieht. Das sicherste Erkennungsmerkmal sind die tellerartig verwachsenen Hochblätter, die den Stängel komplett umschließen.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Apr – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.15 m
Wähle für die Ansiedlung einen Platz im Halbschatten, etwa unter lichten Gehölzen oder an einer Hauswand.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) und als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) gut mit Kompost oder Humus versorgt sein.
Pflanze das Tellerkraut idealerweise von März bis Mai oder alternativ zwischen September und November, solange der Boden offen ist.
Da die Art einjährig ist, aber reichlich Samen bildet, sorgt sie durch Selbstaussaat meist dauerhaft für Nachkommen.
Achte darauf, dass die Erde im Frühjahr nicht austrocknet, damit die Pflanze ihre volle Blattmasse entwickeln kann.
Bereits im Februar zeigen sich oft die ersten Rosetten, die frosthart sind und den Boden bedecken.
Eine Pflege im klassischen Sinne ist kaum nötig, da die Bestände im Hochsommer meist von selbst einziehen.
Gute Partnerin: Die Wald-Erdbeere (Fragaria vesca) – beide schätzen ähnliche Bodenverhältnisse und bilden zusammen eine dichte Blattschicht.
Diese Kombination schützt die Bodenfeuchtigkeit und bietet Kleinsäugern sowie Insekten wertvolle Versteckmöglichkeiten.
Das Tellerkraut (Claytonia perfoliata) gehört zur Familie der Quellkrautgewächse (Montiaceae). Ursprünglich aus Nordamerika stammend, hat es sich in Deutschland, Österreich und der Schweiz fest etabliert. Es wächst bevorzugt an frischen, nährstoffreichen Standorten in Wäldern oder Gärten. Einzigartig ist die Morphologie (Lehre von der Struktur und Form): Zwei gegenüberliegende Blätter sind so verwachsen, dass sie eine tellerförmige Manschette um den Stängel bilden, aus deren Mitte zwischen April und Juni die kleinen weißen Blüten entspringen.
5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →