
Cirsium vulgare
Auch bekannt als: Gewöhnliche Kratzdistel, cirse commun, Gemeine Kratzdistel, Lanzettblättrige Kratzdistel
41
Arten
interagieren
203
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt die Lanzett-Kratzdistel durch ihre imposante Gestalt mit den kugeligen, purpurfarbenen Blütenköpfen und den wehrhaften, stacheligen Flügeln am Stängel auf. Als einheimische Art ist sie ein unverzichtbarer Baustein für deinen Naturgarten, da sie Lebensraum für spezialisierte Insekten bietet. Besonders der Distelfalter (Vanessa cardui) und die Glanzeule (Hecatera bicolor) sind auf diese Pflanze angewiesen, da ihre Raupen sie als Futterquelle nutzen. Wenn du in deinem Garten ökologische Verantwortung übernehmen möchtest, ist diese Distel eine hervorragende Wahl. Lass ihr ein sonniges Plätzchen, damit sie ihre volle Pracht und ökologische Wirkung entfalten kann.
Das Kraftwerk für den Distelfalter: Sechs Monate Blütezeit für deinen Garten.
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Die ökologische Bedeutung der Lanzett-Kratzdistel ist nach aktuellen Bestäubungsdaten enorm. Ihre Blütezeit erstreckt sich von April bis September und bietet über Monate hinweg eine verlässliche Nahrungsquelle. Für die Raupen des Distelfalters (Vanessa cardui), der Glanzeule (Hecatera bicolor) und der Moor-Primeleule (Orthosia gracilis) ist sie eine lebensnotwendige Futterpflanze. Ohne solche Distelarten könnten diese Falter ihre Entwicklungszyklen in unseren Gärten nicht vollenden. Zudem dienen die Samen im Winter als wichtige Energiequelle für einheimische Singvögel, sofern du die vertrockneten Stängel bis zum Frühjahr stehen lässt.
Die Lanzett-Kratzdistel ist aufgrund ihrer ausgeprägten Bedornung an Blättern und Stängeln nicht kindersicher. Es besteht ein Verletzungsrisiko durch Stiche. Die Pflanze selbst ist jedoch ungiftig und es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten in unseren Gärten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Apr – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.92 m
Damit die Lanzett-Kratzdistel in deinem Garten gut gedeiht, solltest du folgende Hinweise beachten:
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz aus. Sie liebt Wärme und Licht.
Boden: Der Boden sollte ein Starkzehrer-Substrat sein, also sehr nährstoffreich und „fett“.
Feuchtigkeit: Ideal ist eine frische (mäßig feuchte) Erde; Staunässe sollte jedoch vermieden werden.
Pflanzzeit: Du kannst sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, sofern der Boden frostfrei ist.
Pflege: Da sie eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM, eine Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen) eingeht, profitiert sie von einem gesunden Bodenleben. Düngung ist bei bereits nährstoffreichen Böden kaum nötig.
Vermehrung: Sie versamt sich meist selbstständig. Möchtest du das kontrollieren, schneide die Köpfe nach der Blüte ab.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist die Wilde Karde (Dipsacus fullonum). Beide Arten teilen die Vorliebe für sonnige, nährstoffreiche Standorte und bieten zusammen ein beeindruckendes Bild sowie eine reichhaltige Futterquelle für Insekten.
Die Lanzett-Kratzdistel (Cirsium vulgare) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen (Asterales). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt bevorzugt nährstoffreiche Standorte. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre tief fiederspaltigen Blätter aus, die in derben Dornen enden, sowie durch ihre charakteristischen, von dornigen Hüllblättern umgebenen Blütenkörbe. Als Archäophyt (Pflanzen, die vor 1492 eingeführt wurden) oder indigene (einheimische) Art ist sie fest in unserer Landschaft verwurzelt.
34 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_499505754
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