Bild folgtKI-generierte IllustrationChrysosplenium oppositifolium
Auch bekannt als: dorine à feuilles opposées
4
Arten
interagieren
4
Interaktionen
dokumentiert
An den kreuzgegenständigen, fast kreisrunden Blättern lässt sich das Gegenblättrige Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium) sofort erkennen. Diese zierliche, polsterbildende Pflanze ist ein Spezialist für die schattigen, feuchten Ecken deines Gartens, in denen nur wenige Arten gedeihen. Da sie dichte Matten bildet, schützt sie den Boden vor Austrocknung und dient als Rückzugsort für die Bodenfauna an Bachläufen oder Quellen. Als heimischer Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor langer Zeit bei uns heimisch wurde) gehört sie fest in unsere Naturlandschaft. Wenn du eine sickerfeuchte Stelle im Schatten hast, bietet dir diese Art eine wunderbare Möglichkeit zur naturnahen Gestaltung. Du holst dir damit einen robusten Bodendecker in den Garten, der durch seine gelblichen Hochblätter im Frühjahr sanfte Akzente setzt.
Der leuchtende Teppich für deine nassesten Schattenecken: Heimisch und robust.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist das Gegenblättrige Milzkraut eine wertvolle Bereicherung für das Mikroklima (das Kleinklima in Bodennähe) an feuchten Gartenplätzen. Da es dichte, teppichartige Bestände bildet, verhindert es die Erosion (Bodenabtrag durch Wasser) an Ufern und Hängen. Die Pflanze bietet durch ihren dichten Wuchs Schutz und Feuchtigkeit für kleine Wirbellose im Boden. Obwohl spezifische Bestäuberdaten für diese Art in der Datenbank nicht aufgeführt sind, ist sie als heimische Pflanze perfekt in das regionale Ökosystem integriert. Als wintergrüne Matte bleibt sie auch in der kalten Jahreszeit erhalten. Sie fördert die Biodiversität vor allem in Nischen, die für viele andere Gartenpflanzen zu nass und zu schattig sind.
Das Gegenblättrige Milzkraut wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb du bei kleinen Kindern im Garten vorsichtig sein solltest. Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit dem Wechselblättrigen Milzkraut (Chrysosplenium alternifolium). Du unterscheidest sie am besten an der Blattstellung: Beim Gegenblättrigen Milzkraut stehen die Blätter paarweise gegenüber, beim Wechselblättrigen Milzkraut stehen sie versetzt (einzeln) am Stängel.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Jun
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.09 m
Wähle einen Standort, der dauerhaft feucht bis nass ist, da die Pflanze keine Trockenheit verträgt.
Ein schattiger bis halbschattiger Platz, etwa am Teichrand oder unter Sträuchern, ist ideal.
Der Boden sollte humos (reich an zersetzter organischer Substanz) und eher kalkarm sein.
Du kannst die Pflanze im Frühling von März bis Mai oder im Herbst bis Ende November setzen.
Achte beim Einpflanzen darauf, dass der Boden offen und nicht gefroren ist.
Eine Vermehrung ist leicht durch Teilung der Ausläufer möglich.
Das Milzkraut ist pflegeleicht und benötigt im naturnahen Garten keinen Dünger.
Achte darauf, dass konkurrenzstarke Großstauden den kleinen Teppich nicht völlig überwachsen.
Eine Rückschneidung ist nicht erforderlich, da die Pflanze flach am Boden bleibt.
Gute Partnerin: Die Bach-Nelkenwurz (Geum rivale), da beide Arten dieselben Ansprüche an feuchte, kühle Standorte teilen und sich ökologisch in Bachauen-Gesellschaften ergänzen.
Das Gegenblättrige Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium) ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch ist. Sie besiedelt bevorzugt sickerfeuchte Standorte im Halbschatten oder Schatten, oft in der Nähe von Quellen oder Bächen. Ein markantes Merkmal ist die Blattstellung: Im Gegensatz zu verwandten Arten stehen sich die Blätter am Stängel paarweise gegenüber (gegenständig). Die Pflanze erreicht nur eine geringe Wuchshöhe von wenigen Zentimetern und breitet sich über kriechende Ausläufer teppichartig aus. Trotz ihrer Unscheinbarkeit ist sie ein wichtiger Bestandteil feuchter Waldgesellschaften.
4 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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