Bild folgtKI-generierte IllustrationChroicocephalus ridibundus (Linnaeus, 1766)
2
Pflanzen
besucht
2
Interaktionen
dokumentiert
Mit ihrem weißen Gefieder, den dunkelroten Beinen und dem im Winter fast weißen Kopf mit einem dunklen Fleck hinter dem Auge ist die Lachmöwe (Chroicocephalus ridibundus) ein auffälliger Gast an Gewässern und auf nahegelegenen Rasenflächen. Im Februar kehren viele dieser Vögel aus ihren Winterquartieren zurück oder halten sich bereits in Gruppen auf Äckern und in größeren Gärten auf. Als opportunistische Allesfresser suchen sie am Boden nach Würmern, Insekten oder Sämereien. Dieser Vogel ist ein Kurzstreckenzieher (zieht über geringe Distanzen), wobei viele Exemplare bei uns auch als Standvögel (bleiben ganzjährig im Brutgebiet) überwintern. Ihr Ruf ist ein heiseres, lachendes Krächzen, das oft schon von weitem zu hören ist. In deinem Garten nutzt sie gelegentlich Gehölze wie die Nordische Traubenkirsche (Prunus padus subsp. borealis) als Ansitz oder sucht Nahrung im Umfeld von Wasserpflanzen wie dem Schwimmenden Laichkraut (Potamogeton natans). Als Bodenbrüter (baut Nester direkt auf dem Untergrund) nistet sie bevorzugt in Kolonien an Gewässerrändern, weshalb sie im privaten Garten meist nur zur Nahrungssuche erscheint. Du kannst ihr helfen, indem du naturnahe Teiche anlegst und auf Insektizide (chemische Insektenbekämpfungsmittel) verzichtest, um das natürliche Nahrungsangebot zu fördern. Eine Zufütterung im Winter mit geeignetem Getreide oder Fettfutter ist in strengen Frostperioden hilfreich.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Die Lachmöwe ist wie alle heimischen Vogelarten durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützt. Es ist untersagt, die Tiere während der Fortpflanzungszeit an ihren Brutplätzen zu stören oder ihre Nester zu beschädigen. Da sie oft in großen Gruppen auftritt, solltest du an Futterstellen besonders auf Hygiene achten, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern.
Die Lachmöwe gehört zur Familie der Möwen (Laridae) innerhalb der Ordnung der Regenpfeiferartigen. Sie ist in weiten Teilen Eurasiens heimisch und besiedelt als Kulturfolger (Tier, das dem Menschen in seine Siedlungen folgt) erfolgreich verschiedene Lebensräume von der Küste bis tief ins Binnenland. Von anderen Möwenarten unterscheidet sie sich durch ihre zierliche Gestalt und die im Sommer schokoladenbraune, im Winter fast verschwindende Kopfmaske. Ihre Lebensweise ist durch ein ausgeprägtes Sozialverhalten in oft riesigen Gruppen geprägt.
2 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →