Bild folgtKI-generierte IllustrationCerastium alpinum subsp. alpinum
Auch bekannt als: Cerastium alpinum subsp. alpinum
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Typisch für das Alpen-Hornkraut sind seine dicht weiß-filzig behaarten Blätter, die wie ein weicher Pelz wirken und die Pflanze vor extremer Verdunstung schützen. Mit ihrem polsterartigen Wuchs und den strahlend weißen Blüten ist sie eine unverwechselbare Erscheinung für deinen Steingarten. Ökologisch ist diese Spezialistin höchst wertvoll, da sie in ihrer Heimat als wichtige Nahrungsquelle für Vögel wie die Schneeammer (Plectrophenax nivalis) dient. Da die Art in der Roten Liste als extrem selten (R) geführt wird, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen aktiven Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Wenn du karge, sonnige Plätze sinnvoll beleben möchtest, ist dieses Hornkraut die ideale Wahl für dich.
Extrem seltene Gebirgsschönheit: Ein silbriger Pelzmantel für karge Gartenplätze.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten spielt das Alpen-Hornkraut eine Rolle als Nahrungspflanze für spezialisierte Wirbeltiere der Hochlagen. Besonders die Schneeammer (Plectrophenax nivalis) und die Schneegans (Anser caerulescens) nutzen die Pflanze in ihren natürlichen Lebensräumen. Durch die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) trägt die Pflanze zur Vitalität des Bodenlebens bei. Da sie als indigen (einheimisch) und extrem selten eingestuft wird, stellt ihre Kultur im Garten eine wichtige Erhaltungsmaßnahme dar. Die Samen dienen im Winter als Energiequelle für kleine Vögel, die in kargen Landschaften auf solche Ressourcen angewiesen sind.
Die Pflanze wird laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Du solltest sie daher vorsorglich an Stellen pflanzen, die für Kleinkinder schwer zugänglich sind, um einen Verzehr zu verhindern. Es gibt zwar keine Hinweise auf starke Toxizität, aber bei einer Einstufung als nicht kindersicher ist im Familiengarten Vorsicht geboten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.12 m
Standort : Wähle einen vollsonnigen Platz, der den alpinen Lichtverhältnissen nahekommt.
Boden : Die Pflanze benötigt einen Magerboden (nährstoffarme Erde) und zählt zu den Schwachzehrern, weshalb du auf Dünger verzichten solltest.
Feuchtigkeit : Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, wobei gute Durchlässigkeit wichtig ist, um Staunässe zu vermeiden.
Pflanzzeit : Setze die Jungpflanzen am besten von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Pflege : Das Hornkraut ist sehr anspruchslos. Ein leichter Rückschnitt nach der Blüte kann helfen, die Polster kompakt zu halten.
Vermehrung : Eine Vermehrung ist durch Teilung der Polster im zeitigen Frühjahr unkompliziert möglich.
Kombinationsempfehlung : Gute Partnerin ist die Alpen-Gänsekresse (Arabis alpina). Beide Arten teilen sich den Standortanspruch an kalkhaltigen Schotter und ergänzen sich in ihrer kissenförmigen Wuchsweise ideal.
Das Alpen-Hornkraut (Cerastium alpinum subsp. alpinum) gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) innerhalb der Ordnung der Nelkenartigen. In Deutschland ist diese ausdauernde Pflanze vor allem in den Hochlagen der Alpen heimisch, wo sie felsige Standorte besiedelt. Morphologisch zeichnet sie sich durch fünfzählige, tief eingeschnittene Blütenblätter und eine charakteristische Behaarung aus. Eine Besonderheit ist die Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM), einer nützlichen Pilzgemeinschaft an den Wurzeln, die der Pflanze hilft, Nährstoffe aus mageren Böden aufzunehmen.
1 Video zu Alpen-Hornkraut

•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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