Bild folgtKI-generierte IllustrationCerambyx cerdo Linnaeus, 1758
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An seinen beeindruckend langen Fühlern, die beim Männchen deutlich über die Körperlänge hinausreichen, lässt sich der Große Eichenbock (Cerambyx cerdo) sofort erkennen. Dieser imposante Käfer erreicht eine beachtliche Größe von bis zu fünf Zentimetern und ist damit einer unserer größten heimischen Käfer. Eine neue Generation entwickelt sich nicht jedes Jahr, da die Larven für ihre Entwicklung im Holz drei bis fünf Jahre benötigen. Die Weibchen legen ihre Eier bevorzugt in die rissige Borke alter, sonnenexponierter Stiel-Eichen (Quercus robur). Im Frühsommer kannst du die erwachsenen Tiere an Stammwunden der Stiel-Eiche beobachten, wo sie austretenden Saft lecken. Die Larve ernährt sich über Jahre hinweg vom Holz dieser alten Bäume, wobei sie fingerdicke Gänge frisst. Zur Überwinterung verharrt der fertige Käfer in einer sogenannten Puppenwiege (eine schützende Kammer im Holz), bis er im Mai schlüpft. Du kannst diese seltene Art fördern, indem du alte Eichenbestände auf deinem Grund erhältst und Totholz am lebenden Baum belässt. Da der Käfer auf sehr alte Bäume angewiesen ist, ist jeder Erhalt eines Methusalems ein direkter Beitrag zum Artenschutz.
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Der Große Eichenbock ist nach geltendem Recht streng geschützt und darf weder gefangen noch in seinem Lebensraum gestört werden. Er ist für den Menschen völlig harmlos und ein seltener, faszinierender Gast in naturnahen Gärten mit altem Baumbestand. Ein vorsichtiges Beobachten aus der Distanz ist die beste Art der Begegnung.
Der Große Eichenbock gehört zur Familie der Bockkäfer (Cerambycidae) innerhalb der Ordnung der Käfer. Sein natürliches Verbreitungsgebiet umfasst Deutschland, Österreich, die Schweiz sowie Belgien, wo er als Charakterart alter Eichenwälder gilt. Die Art ist an ihrer schwarzbraunen Färbung und der charakteristischen Runzelung des Halsschildes erkennbar. Als saproxylobionte (auf Alt- und Totholz angewiesene) Art ist er ein wichtiger Indikator für ökologisch wertvolle Baumbestände.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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