Bild folgtKI-generierte IllustrationCatabrosa aquatica
Auch bekannt als: Zartes Quellgras, catabrose aquatique
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dokumentiert
An ihren weichen, hellgrünen Blättern und den lockeren Rispen (verzweigte Blütenstände) lässt sich das Quellgras (Catabrosa aquatica) sofort erkennen. Es ist eine echte Besonderheit für deinen Garten, da es auf der Roten Liste als stark gefährdet (Stufe 2) geführt wird und in der freien Natur immer seltener wird. Als Spezialist für nasse Standorte bietet es Tieren wie dem Nutria (Myocastor coypus) wichtige Nahrung und Deckung im Uferbereich. Wenn du eine dauerfeuchte Stelle oder einen Teichrand hast, leistest du mit dieser Pflanze einen wertvollen Beitrag zum Erhalt einer bedrohten heimischen Art. Schau doch mal, ob du ein Plätzchen für diese seltene Schönheit findest.
Rote-Liste-Rarität: Schütze das seltene Quellgras in deinem Garten.
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Das Quellgras ist ein wertvoller Baustein für die Artenvielfalt in Feuchtgebieten, da es spezialisierte Lebensräume besiedelt, die heute oft durch Entwässerung verloren gehen. Nach aktuellen Beobachtungsdaten dient es unter anderem dem Nutria (Myocastor coypus) als wichtige Nahrungspflanze in Gewässernähe. Auch wenn für Insekten keine spezifischen Bestäubungsdaten in der Datenbank vorliegen, bietet das dichte Geflecht der Ausläufer im Wasser wichtigen Schutzraum für die Larven von Libellen und Amphibien. Durch die Pflanzung in deinem Garten schaffst du ein Trittsteinbiotop (vernetzender Lebensraum) für eine hochgradig gefährdete Art der Roten Liste. So hilfst du aktiv dabei, das Aussterben dieser spezialisierten Grasart in unserer Region zu verhindern.
Bitte beachte, dass das Quellgras laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn es keine bekannten schweren Giftstoffe enthält, ist Vorsicht geboten, wenn kleine Kinder im Garten spielen. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Sumpfpflanzen lässt sich durch die Betrachtung der typischen, oben stumpfen Grasblätter und der charakteristischen Rispen gut vermeiden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.25 m
Für das Quellgras solltest du einen vollsonnigen Standort wählen, der niemals austrocknet. Ideal ist eine Stelle direkt in der Flachwasserzone oder an einem dauerhaft nassen Graben mit fettem, also nährstoffreichem Boden. Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden nicht gefroren ist. Da es ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffumsatz) ist, gedeiht es besonders gut dort, wo organische Substanz im Schlamm vorhanden ist. Die Vermehrung gelingt dir ganz leicht, indem du im Frühjahr Stücke der kriechenden Ausläufer abtrennst und neu einsetzt.
Gute Partnerin: Bachbunge (Veronica beccabunga) – beide Arten lieben fließendes, nährstoffreiches Wasser und bilden gemeinsam eine natürliche Uferbefestigung.
Gute Partnerin: Wasser-Minze (Mentha aquatica) – sie ergänzt das Gras ökologisch und strukturell in der Sumpfzone.
Das Quellgras (Catabrosa aquatica) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als typischer Bewohner von Quellfluren und Gräben bevorzugt es nährstoffreiche, schlammige Standorte im flachen Wasser. Morphologisch fallen besonders die stumpfen Blattspitzen und die kriechenden Ausläufer (Sprosse zur Ausbreitung) auf, mit denen es schnell dichte Bestände bilden kann. Es gilt als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) oder indigen, was seine lange Verbundenheit mit unserer Kulturlandschaft unterstreicht.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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