Bild folgtKI-generierte IllustrationCarex pallidula
Auch bekannt als: Carex pallidula
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer die Blasse Segge einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren auffallend hellgrünen bis gelblich-blassen Ähren (Blütenstände der Gräser) hebt sie sich deutlich von dunkleren Grasarten ab. In deinem Garten ist dieses Sauergras ein echter Gewinn für den Artenschutz, da es als wichtige Futterpflanze für seltene Schmetterlinge wie den Gelbringfalter (Lopinga achine) oder das Wald-Wiesenvögelchen (Coenonympha hero) dient. Da sie halbschattige Plätze liebt, kannst du mit ihr wunderbar schwierige Gartenbereiche ökologisch aufwerten. Mit dieser Wahl förderst du gezielt Arten, die auf der Roten Liste stehen. Du machst also alles richtig, wenn du diesem heimischen Spezialisten ein Plätzchen anbietest.
Heimischer Schatz: Überlebenshilfe für das seltene Wald-Wiesenvögelchen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Blasse Segge eine unverzichtbare Raupennahrung für mehrere spezialisierte Falterarten. Besonders hervorzuheben sind das Wald-Wiesenvögelchen (Coenonympha hero) und das Stromtal-Wiesenvögelchen (Coenonympha oedippus), die beide stark gefährdet sind. Auch Dickkopffalter wie der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und der Schwarzkolbige Braun-Dickkopffalter (Thymelicus lineola) nutzen dieses Gras für ihre Entwicklung. Im Winter dienen die verbliebenen Samenstände zudem als kleine Kraftpakete für heimische Vögel. Durch das Pflanzen dieser Segge schaffst du ein wertvolles Trittsteinbiotop für Arten, die in der modernen Agrarlandschaft kaum noch Nahrung finden.
Die Blasse Segge wird als nicht kindersicher eingestuft. Grund dafür sind die für Seggen typischen, oft scharfkantigen Blätter, die bei unvorsichtigem Hantieren zu oberflächlichen Schnittverletzungen führen können. Im Falle von Unsicherheiten oder Verletzungen erreichst du den Giftnotruf unter 0228 19 240, auch wenn die Gefahr hier rein mechanischer Natur ist.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wähle einen Standort im Halbschatten, da die Pflanze direkte Mittagssonne meidet.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; achte darauf, dass die Erde nie ganz austrocknet.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit normalem Nährstoffbedarf) kommt sie in herkömmlichem Gartenboden ohne zusätzlichen Dünger aus.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Sie lebt in einer Symbiose mit AM-Mykorrhiza (Arbuskuläre Mykorrhizapilze), was ihre Nährstoffaufnahme auf natürliche Weise verbessert.
Ein Rückschnitt der alten Halme sollte erst im späten Winter erfolgen, um die Pflanze zu schützen.
Vermehren kannst du den Horst am besten durch Teilung im zeitigen Frühjahr.
Gute Partnerin: Die Schlüsselblume (Primula elatior) passt hervorragend, da beide ähnliche Lichtverhältnisse bevorzugen und sich ökologisch in Waldrandsituationen ergänzen.
Die Blasse Segge (Carex pallidula) gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae) und ist eine indigene (einheimische) Art unserer Region. Sie wächst bevorzugt in lichten Wäldern oder an Waldrändern und gilt als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder bereits heimisch war). Ein typisches Merkmal ist der dreikantige Halm ohne Knoten, den du im Vergleich zu runden Süßgrashalmen deutlich spüren kannst. Da sie horstig wächst, bildet sie kompakte Büschel und breitet sich nicht unkontrolliert über Ausläufer aus. Aufgrund ihrer Seltenheit wird sie auf der Roten Liste mit dem Status R (extrem selten oder regional begrenzt) geführt.
8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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