Bild folgtKI-generierte IllustrationCarex nigra
Auch bekannt als: Braun-Segge
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren auffällig dunklen, fast schwarzen Ähren lässt sich die Wiesen-Segge (Carex nigra) sofort erkennen. Diese ausdauernde Pflanze bildet mit ihren kriechenden Ausläufern dichte Horste und ist ein unverzichtbarer Bestandteil für feuchte Gartenbereiche. Für spezialisierte Schmetterlinge wie das Wald-Wiesenvögelchen (Coenonympha hero) oder den Rostfarbigen Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) dient sie als wichtige Futterquelle. Auch Vögel wie die Pfeifente (Anas penelope) nutzen die Bestände in der freien Natur. Wenn du eine feuchte Senke im Garten hast, kannst du mit dieser Segge einen echten Lebensraum schaffen.
Schwarze Ähren für bunte Falter: Die robuste Spezialistin für feuchte Gartenböden.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist die Wiesen-Segge eine bedeutende Raupenfutterpflanze für seltene Falter wie das Stromtal-Wiesenvögelchen (Coenonympha oedippus) und den Gelbringfalter (Lopinga achine). Auch der Schwarzkolbige Braun-Dickkopffalter (Thymelicus lineola) besucht die Bestände regelmäßig. Neben Tagfaltern profitieren Nachtfalter wie die Stumpfflügel-Graseule (Mythimna impura) von dieser Art. Die Samen bieten im Winter eine Nahrungsgrundlage für Wasservögel wie die Pfeifente (Anas penelope). Durch ihren dichten Wuchs schafft sie zudem ein geschütztes Mikroklima für Amphibien in Teichnähe.
Die Wiesen-Segge gilt laut Datenbank als nicht kindersicher. Das liegt vor allem an den scharfen Kanten der Blätter, an denen man sich bei unvorsichtiger Handhabung kleine Schnittwunden zuziehen kann. Sie ist jedoch nicht giftig, sodass keine Gefahr durch Verzehr für Mensch oder Haustier besteht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.17 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Die Wiesen-Segge ist ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) und benötigt magere, aber dauerhaft feuchte bis nasse Böden.
Pflanzzeit: Du kannst sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November pflanzen, solange kein Frost herrscht.
Pflege: Ein Rückschnitt im Herbst ist nicht nötig; lass die Halme über den Winter stehen, damit Insekten darin Schutz finden.
Vermehrung: Da sie Ausläufer bildet, breitet sie sich von selbst aus, kann aber auch durch Teilung des Wurzelstocks vermehrt werden.
Kombination: Gute Partnerin ist die Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi) – beide teilen die Vorliebe für feuchte Standorte und ergänzen sich optisch durch das dunkle Grün der Segge und die rosa Blüten der Nelke.
Die Wiesen-Segge gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Sie besiedelt bevorzugt Flachmoore, Sumpfwiesen und Grabenränder. Typisch für diese Art ist der dreikantige Stängel, der keine Knoten aufweist, und die schmalen, graugrünen Blätter. Als Mykorrhiza-Partner nutzt sie die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln zur besseren Nährstoffaufnahme.
3 Videos zu Wiesen-Segge



8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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