Bild folgtKI-generierte IllustrationCalystegia silvatica subsp. silvatica
Auch bekannt als: Calystegia silvatica subsp. silvatica
2
Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind die riesigen, schneeweißen Trichterblüten und die pfeilförmigen Blätter, mit denen sich die Große Zaunwinde (Calystegia silvatica subsp. silvatica) geschwind an Zäunen emporrankt. Wer diese Pflanze im Garten hat, fördert seltene Gäste: Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Schmetterlinge wie der Winden-Dickkopffalter (Spialia phlomidis) und der Afrikanische Monarch (Danaus chrysippus) von ihrem Angebot. Die Pflanze geht zudem eine wertvolle Mykorrhiza (AM - eine Lebensgemeinschaft zwischen Pilz und Wurzel zur Nährstoffaufnahme) ein. Wenn du ihr einen Platz zum Klettern gibst, schaffst du ein echtes vertikales Biotop.
Weiße Blütenpracht am Zaun: Wichtige Futterpflanze für den Winden-Dickkopffalter.
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In deinem Garten übernimmt die Große Zaunwinde eine wichtige Rolle als Nektarquelle für spezialisierte Falter. Nach aktuellen Daten fliegen Arten wie der Winden-Dickkopffalter (Spialia phlomidis) und der Afrikanische Monarch (Danaus chrysippus) die großen Trichterblüten gezielt an. Die Symbiose mit arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM) verbessert zudem die Bodenstruktur und Nährstoffdynamik in deinem Beet. Im Winter bieten die verbliebenen Pflanzenteile Schutz für Insekten, während die Samen eine Energiequelle für Vögel darstellen können. So wird eine einfache Gartenmauer zu einer lebendigen Futterstation.
Die Große Zaunwinde ist nicht als kindersicher eingestuft, da sie Inhaltsstoffe enthält, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können. Achte darauf, wenn kleine Kinder im Garten spielen. Es besteht Verwechslungsgefahr mit der Echten Zaunwinde (Calystegia sepium), deren Blüten und Vorblätter jedoch deutlich kleiner ausfallen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.95 m
Die Große Zaunwinde ist recht anspruchslos, bevorzugt aber einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit ausreichend Feuchtigkeit. * Da sie natürlicherweise an Waldrändern vorkommt, sollte der Boden humos und nicht zu trocken sein. * Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, sofern kein Frost herrscht. * Beachte beim Einpflanzen, dass sie einen stabilen Halt braucht, etwa einen Zaun oder ein Spalier. * Da sie über Rhizome (unterirdische Kriechsprosse) wandert, kannst du sie bei Bedarf mit einer Wurzelsperre im Zaum halten. * Eine Düngung ist in normalem Gartenboden meist nicht nötig. * Vermehren lässt sie sich am einfachsten durch Teilung dieser Wurzelstücke im Frühjahr. * Gute Partnerin: Der Gewöhnliche Schneeball (Viburnum opulus). Beide teilen die Vorliebe für frisch-feuchte Standorte und der Schneeball bietet der Winde das nötige stabile Gerüst, um ökologisch wertvolle vertikale Strukturen zu bilden.
Die Große Zaunwinde gehört zur Familie der Windengewächse (Convolvulaceae) innerhalb der Ordnung der Nachtschattenartigen (Solanales). Ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, hat sie sich in Mitteleuropa an Waldrändern und in Gärten etabliert. Ein wichtiges Erkennungsmerkmal sind die großen Vorblätter (Hochblätter direkt unter der Blüte), die den Kelch der Blüte vollständig umschließen und oft etwas aufgeblasen wirken. Ihr Wuchs ist kletternd und ausdauernd durch unterirdische Ausläufer.
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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