Bild folgtKI-generierte IllustrationCallimus angulatus
Typisch für den Schmaldeckenbock (Callimus angulatus) ist sein schmaler Körperbau mit den metallisch blau glänzenden Flügeldecken. Die Käfer erreichen eine Länge von etwa 8 bis 12 Millimetern und wirken für einen Bockkäfer (Cerambycidae, eine Familie der Käfer mit meist sehr langen Fühlern) sehr grazil. Pro Jahr entwickelt sich eine Generation. Die Weibchen legen ihre Eier einzeln in die Rinde von abgestorbenen Ästen verschiedener Laubbäume. Im Frühling triffst du die Käfer oft auf den Blüten des Eingriffligen Weißdorns (Crataegus monogyna) oder der Schlehe (Prunus spinosa) an. Im Sommer nutzen sie gelegentlich den Pollen der Schwalbenwurz (Vincetoxicum hirundinaria). Da die erwachsenen Tiere nur kurz leben, gibt es keine Herbstbeobachtungen an Blüten. Die Larve ernährt sich xylophag (holzfressend) und lebt im Totholz von Rotbuchen (Fagus sylvatica) oder Eichen (Quercus). Im Februar befindet sich das Tier noch in einer Kältestarre (Zustand der Bewegungsunfähigkeit bei Kälte) geschützt im Holz. Du kannst diesen Zersetzer fördern, indem du abgestorbene Äste nicht entsorgst, sondern als Totholzstapel im Garten belässt. Wähle sonnige Standorte für das Altholz, da die Art Wärme liebt. So leistest du einen Beitrag zum Erhalt dieser seltenen Käferart.
Völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Der Schmaldeckenbock kann weder stechen noch beißen und ist für Menschen absolut unbedenklich. Da viele Bockkäfer regional gefährdet sind, solltest du das Tier lediglich beobachten und nicht unnötig stören oder einfangen.
Der Schmaldeckenbock gehört zur Familie der Bockkäfer (Cerambycidae) innerhalb der Ordnung der Käfer. Er ist in den wärmeren Regionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet, bevorzugt aber sonnenexponierte Waldränder und strukturreiche Gärten. Mit einer Größe von etwa einem Zentimeter und der dunklen, metallischen Färbung ist er für Laien oft schwer von verwandten Arten zu unterscheiden. Charakteristisch ist die schmale Gestalt, wobei die Elytren (Flügeldecken) zum Ende hin deutlich schmaler werden.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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