Bild folgtKI-generierte IllustrationCalamagrostis epigejos
Auch bekannt als: Landreitgras, Sandrohr, Landrohr, Landrohrgras, Land-Reitgras, Landschilf, Sandrohrgras, Waldschilf
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt das Sand-Reitgras (Calamagrostis epigejos) durch seine straff aufrechten Halme und die dichten, federartigen Blütenrispen auf. Dieses robuste Gras ist eine unverzichtbare Kinderstube für spezialisierte Falterarten wie den Trinker (Euthrix potatoria) oder die Schilf-Goldeule (Plusia festucae). In deinem Garten schafft es wertvolle Struktur und bietet wichtige Rückzugsorte für die heimische Fauna. Da es eine Symbiose mit arbuskulären Mykorrhizapilzen (Wurzelpilze zur besseren Nährstoffaufnahme) eingeht, ist es besonders widerstandsfähig. Wenn du ein pflegeleichtes Element suchst, das ökologischen Wert mit Standfestigkeit verbindet, ist dieses Gras die richtige Wahl.
Wichtige Kinderstube für den Trinker-Falter und die Schilf-Goldeule.
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Das Sand-Reitgras ist eine essenzielle Nahrungsgrundlage für die Larven spezifischer Schmetterlingsarten. Nach aktuellen Daten dienen die Blätter als Raupenfutter für den Trinker (Euthrix potatoria) und die Schilf-Goldeule (Plusia festucae). Da die Halme über den Winter stehen bleiben, finden zahlreiche Kleinstlebewesen darin Schutz vor Frost. Die Samenstände werden in der kalten Jahreszeit von verschiedenen Vogelarten als Energiequelle genutzt. Als einheimischer Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder hier entstand) ist es perfekt in das regionale Ökosystem integriert und fördert die Stabilität der Nahrungskette in deinem Garten.
Das Sand-Reitgras ist nicht als kindersicher eingestuft, da die Blattränder sehr rau und scharfkantig sind, was bei unvorsichtiger Berührung zu kleinen Schnittverletzungen führen kann. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten. Die Pflanze selbst ist ungiftig, sollte aber aufgrund der mechanischen Verletzungsgefahr nicht direkt an Spielbereichen gepflanzt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.66 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit das Gras seine charakteristische Standfestigkeit und Blühkraft entwickelt.
Boden: Die Pflanze ist ein Mittelzehrer (kommt mit normalem Gartenboden gut zurecht) und benötigt keine zusätzliche Düngung.
Feuchtigkeit: Ideal ist ein frischer (mäßig feuchter) Boden, wobei das Gras auch kurze Trockenphasen gut übersteht.
Pflanzzeit: Setze das Gras von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und Ende November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Schneide die trockenen Halme erst im späten Februar bodennah zurück, um Insekten nicht in ihrem Winterquartier zu stören.
Vermehrung: Eine Vermehrung ist durch Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr unkompliziert möglich.
Kombinationsempfehlung: Ein hervorragender Partner ist die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide teilen ähnliche Ansprüche an Licht und Boden und ergänzen sich ästhetisch durch ihre unterschiedlichen Wuchsformen.
Das Sand-Reitgras (Calamagrostis epigejos) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Als indigene (einheimische) Art besiedelt es natürlicherweise Lichtungen, Dünen und Brachen. Charakteristisch sind die weitreichenden Rhizome (unterirdische Ausläufer), mit denen es dichte Bestände bildet. Die Blätter sind schmal, graugrün und auffällig rau, was es von anderen Gräsern abhebt. Es gilt als typischer Pionierbesiedler auf trockenen bis frischen Standorten.
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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