Bild folgtKI-generierte IllustrationSoleirolia soleirolii
Auch bekannt als: Bubiköpfchen
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
An seinem dichten Teppich aus winzigen, smaragdgrünen Blättchen lässt sich der Bubikopf (Soleirolia soleirolii) sofort erkennen. Diese zierliche Art aus der Familie der Brennnesselgewächse ist eine unterschätzte Helferin im Naturgarten, da sie Feuchtigkeit speichert und den Boden vor dem Austrocknen schützt. Besonders Schmetterlinge wie das Tagpfauenauge (Aglais io) oder der C-Falter (Polygonia c-album) profitieren von ihrem Vorhandensein. Wenn du eine schattige Bodenstelle hast, die oft zu trocken wird, probiere es doch einmal mit diesem lebendigen Polster. Es ist ein wunderbarer, pflegeleichter Begleiter für deine heimischen Farne und bietet vielen Kleinstlebewesen Schutz.
Dichter grüner Teppich und wichtige Kinderstube für die Hausmutter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Bubikopf eine wertvolle Anlaufstelle für verschiedene Edelfalter. Schmetterlinge wie das Tagpfauenauge (Aglais io), der Kleine Fuchs (Aglais urticae) und der C-Falter (Polygonia c-album) besuchen die Pflanze regelmäßig. Auch der Admiral (Vanessa atalanta) und das Landkärtchen (Araschnia levana) gehören zu den nachgewiesenen Besuchern. Besonders wichtig ist der Bubikopf als Kinderstube: Die Raupen der Hausmutter (Noctua pronuba), einer heimischen Eulenmutter-Art, nutzen das dichte Grün als Futterquelle. Durch seinen mattenartigen Wuchs hält er zudem die Bodenfeuchtigkeit stabil, was vielen nützlichen Kleinstlebewesen das Überleben in trockenen Sommern ermöglicht.
Bitte beachte, dass der Bubikopf nach fachlichen Daten als nicht kindersicher eingestuft wird. Kleinkinder sollten die Blättchen nicht in den Mund nehmen, auch wenn die Pflanze keine hochgiftigen Inhaltsstoffe besitzt. Sollte es dennoch zum Verzehr kommen, ist der Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240 erreichbar. Ein bewusster Standort abseits von Spielecken sorgt für Sicherheit im Garten.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Mai
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.08 m
Wähle für den Bubikopf einen Platz im Schatten oder Halbschatten, da direkte Sonne die zarten Blätter verbrennt.
Der Boden sollte humos und stets gleichmäßig feucht sein.
Achte darauf, dass keine Staunässe (stehendes Wasser an den Wurzeln) entsteht, da dies die Wurzeln schädigt.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Wichtig ist dabei, dass der Boden offen, also frei von Frost ist.
Da die Pflanze eine AM-Mykorrhiza (eine nützliche Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen) eingeht, hilft ein gesunder Gartenboden beim Anwachsen.
Du kannst ihn ganz einfach vermehren, indem du ein Stück des Polsters abtrennst und an einer neuen Stelle festdrückst.
Ein Rückschnitt ist nicht notwendig, da die Pflanze sehr niedrig bleibt.
Im Winter empfiehlt sich in kalten Lagen eine leichte Abdeckung mit Reisig als Schutz vor Frost.
Eine hervorragende Partnerin ist die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) an feuchten Standorten.
Beide teilen die Vorliebe für kühle, wasserreiche Plätze und ergänzen sich in ihrer Wuchsform perfekt.
Der Bubikopf (Soleirolia soleirolii) gehört zur Familie der Brennnesselgewächse (Urticaceae) innerhalb der Ordnung der Rosenartigen. Er ist die einzige Art seiner Gattung und ist heute in weiten Teilen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz in milden, feuchten Lagen verbreitet. Ursprünglich stammt er aus dem westlichen Mittelmeerraum, wo er schattige Felsen und Mauern besiedelt. Du erkennst ihn an den extrem dünnen, kriechenden Trieben, die dichte Matten bilden und bei Bodenkontakt sofort neue Wurzeln schlagen. Die Blüten im Frühjahr sind so winzig, dass man sie ohne Lupe kaum zwischen dem dichten Blattwerk ausmachen kann.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →