
Bombina bombina (Linnaeus, 1761)
Die Rotbauchunke (Bombina bombina (Linnaeus, 1761)) ist eine zwei bis fünf Zentimeter kleine, flache Amphibie mit warziger, dunkelgrauer Oberseite und einer leuchtend rot-schwarz gemusterten Bauchseite, die vorwiegend in sonnigen Stillgewässern lebt. In Deinem Garten bevorzugt sie flache Uferzonen von Teichen, die sich durch die Sonneneinstrahlung schnell erwärmen können. Da die Art streng nach der FFH-Richtlinie (Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU) geschützt ist, ist ihr Erscheinen ein großes Kompliment für Deine naturnahe Gartenpflege. Die Männchen locken Partnerinnen mit sanften, glockenartigen Rufen an, wobei sie ihren Körper als Resonanzraum nutzen. Für die Eiablage sucht das Tier flache, vegetationsreiche Wasserstellen auf, die möglichst frei von Fischen sein sollten. Du kannst diesen Tieren helfen, indem Du Deinen Gartenteich mit ausgedehnten, flachen Zonen anlegst und auf den Besatz mit Goldfischen verzichtest. Ein strukturreicher Garten mit Totholzstapeln und Laubhaufen bietet zudem notwendige Winterquartiere in Gewässernähe. Auf den Einsatz von Pestiziden und mineralischen Düngern solltest Du konsequent verzichten, um die durchlässige Haut der Tiere zu schonen. Beobachte das faszinierende Tier am besten mit etwas Abstand, um es in seinem natürlichen Verhalten nicht zu stören. Durch die Erhaltung kleiner Tümpel trägst Du aktiv zum Überleben dieser selten gewordenen Art bei.
Diese Art ist nach europäischem Recht streng geschützt; ein Einfangen oder Umsiedeln der Tiere ist gesetzlich verboten. Ihr Hautsekret kann bei Kontakt die Schleimhäute reizen, weshalb Du die Tiere nicht berühren solltest. Ihr Vorkommen ist ein Indikator für eine hervorragende Wasserqualität und ein intaktes Ökosystem in Deinem Garten.
Die Rotbauchunke (Bombina bombina) gehört zur Familie der Unken (Bombinatoridae) und besiedelt vorwiegend das Tiefland in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit einer Körperlänge von maximal fünf Zentimetern zählt sie zu den kleineren heimischen Amphibien und führt eine stark aquatische (ans Wasser gebundene) Lebensweise. Sie bevorzugt pionierartige Stillgewässer wie Tümpel oder Flachwasserzonen, die eine hohe Sonneneinstrahlung aufweisen. Als wechselwarmes Tier ist sie besonders während der warmen Monate des Jahres aktiv.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Foto: © Marek R. Swadzba / Adobe Stock
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