Bild folgtKI-generierte IllustrationBlera fallax
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Wer die Hundeschnauzenschwebfliege (Blera fallax) einmal beobachtet hat, vergisst sie nicht: Sie besticht durch ihren dunklen Körper mit den markanten gelb-orangefarbenen Seitenflecken am Hinterleib und dem rüsselartig verlängerten Gesicht. Diese seltene Schwebfliege bringt pro Jahr nur eine einzige Generation hervor. Die Weibchen legen ihre Eier gezielt in wassergefüllte Baumhöhlen oder sehr feuchtes, moderndes Holz ab. Im Frühsommer kannst du die erwachsenen Tiere dabei beobachten, wie sie das Weiße Labkraut (Galium album) zur Nektaraufnahme anfliegen. Später im Jahr dient auch der Alpen-Steinquendel (Acinos alpinus) als wichtige Futterquelle. Die Larven leben saprophag (sich von organischem, verrottendem Material ernährend) und entwickeln sich über viele Monate im feuchten Holzmulm. Zur Überwinterung verharren die Larven in einer Kältestarre (Zustand reduzierten Stoffwechsels bei niedrigen Temperaturen) geschützt tief im Inneren von Baumstümpfen. Um diese nützlichen Bestäuber zu fördern, solltest du morsche Baumstümpfe oder Totholzstapel in schattigen Gartenecken unbedingt erhalten. Ein naturnaher Garten mit alten Bäumen bietet ihr den nötigen Lebensraum. Achte darauf, in deinem Garten keine chemischen Spritzmittel einzusetzen.
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Völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher, da dieses Tier weder sticht noch beißt. Da die Art regional oft gefährdet ist, solltest du sie ungestört lassen und ihren Lebensraum im Totholz bewahren. Trotz ihrer wespenähnlichen Färbung ist sie für Menschen und Haustiere absolut friedfertig.
Die Hundeschnauzenschwebfliege gehört zur Familie der Schwebfliegen (Syrphidae) innerhalb der Ordnung der Zweiflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet, besiedelt aber bevorzugt waldnahe Gärten mit hohem Totholzanteil. Mit einer Körperlänge von etwa 10 bis 14 Millimetern nutzt sie Mimikry (Nachahmung wehrhafter Insekten wie Wespen), um sich vor Fressfeinden zu schützen. Charakteristisch ist die namensgebende Verlängerung des Kopfes unterhalb der Augen.
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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