
Blechnum spicant
Auch bekannt als: blechnum en épi
Typisch für den Rippenfarn (Blechnum spicant) sind seine zwei unterschiedlichen Blattformen: Während die glänzenden, kammartigen Wedel flach am Boden liegen, ragen die schmalen Sporenträger steil nach oben. Als heimischer Waldbewohner ist er ein wichtiger Strukturgeber für schattige Gartenbereiche, in denen viele andere Pflanzen aufgeben. Er trägt zur Stabilisierung des Bodenklimas bei und bietet Schutz für kleine Bodenbewohner wie Erdkröten (Bufo bufo), die feuchte Verstecke benötigen. Wenn du eine dunkle Gartenecke ökologisch aufwerten möchtest, ist dieser Farn eine hervorragende Wahl. Du schaffst damit eine naturnahe Atmosphäre, die auch im Winter durch ihr sattes Grün überzeugt.
Immergrüner Überlebenskünstler für die schattigsten Ecken deines Gartens.
Da Farne keine Blüten bilden, sondern sich über Sporen vermehren, bieten sie zwar keinen Nektar oder Pollen für Insekten an. Dennoch ist der Rippenfarn ökologisch wertvoll, da er dichte, immergrüne Blattmatten bildet, die den Boden vor Austrocknung schützen. Diese Bestände dienen als wichtiger Lebensraum und Tagesversteck für Amphibien wie den Feuersalamander (Salamandra salamandra). In den dichten Wedeln finden zudem zahlreiche Wirbellose Schutz vor Fressfeinden. Nach aktuellen ökologischen Einstufungen gilt die Art in Deutschland und der Schweiz als stabil und nicht gefährdet. Mit der Ansiedlung unterstützt du die natürliche Artenvielfalt typischer Waldgesellschaften im eigenen Garten.
Der Rippenfarn ist nach vorliegenden Daten nicht als kindersicher eingestuft. Er enthält wie viele Farne Inhaltsstoffe, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können, weshalb er nicht in die Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden sollte. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Doppelgängern besteht bei genauer Betrachtung der charakteristischen zwei Blatt-Typen kaum.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.37 m
Wähle einen Standort im Schatten oder Halbschatten, da die Pflanze direkte Sonne meidet.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; vermeide Staunässe ebenso wie vollständige Austrocknung.
Da der Farn ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist, solltest du auf mineralische Dünger verzichten; etwas Laubkompost reicht völlig aus.
Die ideale Pflanzzeit ist von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange kein Bodenfrost herrscht.
Achte auf einen eher sauren bis neutralen Boden, da der Farn kalkfliehend reagiert.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; alte Wedel dienen als Winterschutz und zersetzen sich natürlich.
Zur Vermehrung können ältere Horste im Frühjahr vorsichtig geteilt werden.
Gute Partnerin: Das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) – beide Arten teilen die Vorliebe für humose Waldböden und ergänzen sich optisch durch ihre unterschiedlichen Wuchsformen.
Der Rippenfarn gehört zur Familie der Rippenfarn-Gewächse (Blechnaceae) innerhalb der Ordnung der Tüpfelfarnartigen (Polypodiales). Er ist in weiten Teilen Deutschlands und der Schweiz indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt feuchte, kalkarme Wälder und Moorränder. Ein markantes Merkmal ist der Dimorphismus (Zweigestaltigkeit) der Blätter, wobei sterile und fertile (sporentragende) Wedel unterschiedlich geformt sind. Die Pflanze ist als Schwachzehrer an nährstoffarme Verhältnisse angepasst.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Wiert Nieuman/Plants in Focus / Adobe Stock
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